Westfälische Sparkassen: Großfusionen im Gespräch

Westfälische Sparkassen
Großfusionen im Gespräch

Um konkurrenzfähig zu bleiben strebt Präsident Rolf Gerlach eine Art Paketlösung bei der Konsolidierung von Sparkassen-Versicherern und -Bausparkasse an. Doch welche Fusions-Möglichkeiten bieten sich der Bank?
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MünsterDer scheidende Präsident des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL), Rolf Gerlach, hat umfangreiche Zusammenschlüsse von öffentlichen Versicherern und Landesbausparkassen ins Gespräch gebracht. "Unsere Hauptkonkurrenten, die Volksbanken Raiffeisenbanken, haben eine Bausparkasse und einen Versicherer", sagte Gerlach am Montag in Münster mit Blick auf die Bündelung dieser Volksbank-Geschäfte in der Schwäbisch Hall und der R+V-Versicherung. "Wir haben das nicht, und wir müssen an diesem Thema weiter arbeiten, um voranzukommen." Auf Ebene der Eigentümer und Träger würden dazu bereits zahlreiche Gespräche geführt. "An dem Thema sind wir nun wirklich dran."

Gerlach begründete sein Plädoyer für eine Art Paketlösung bei der Konsolidierung von Sparkassen-Versicherern und -Bausparkassen damit, dass es dafür reichlich Potenzial gebe. "Ich bin der Meinung, dass wir die Strukturen in diesen beiden Teilen unseres Verbundes dringend ändern sollten", sagte Gerlach. "Ich kenne niemand, der den jetzigen Zustand für das Optimum hält." Details dazu, welche Organisationen ihre Kräfte genau miteinander bündeln könnten, nannte Gerlach nicht. Es gebe verschiedenste Möglichkeiten.

Bisher waren schon wiederholt Fusionen unter Sparkassen-Versicherern im Gespräch. Ein solcher Anlauf für einen Zusammenschluss der Sparkassen-Versicherer Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland waren 2013 unter anderem am Streit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe über die Rechtsform des fusionierten Konzerns gescheitert. Gerlach gibt die Führung des SVWL nach 22 Jahren Ende März auf. Zu seiner Nachfolgerin wurde die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), Liane Buchholz, gewählt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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