WestLB-Nachfolger
Gewerkschaft wettert gegen Kahlschlag

Der Nachfolger der von Skandalen erschütterten WestLB, Portigon, streicht massiv Stellen. Die Belegschaft soll auf 150 Mitarbeiter geschrumpft werden – von 2600. Die Gewerkschaft ist aufgebracht.

BerlinDer Nachfolger der von Skandalen erschütterten WestLB streicht massiv Stellen. Die Planungen des Vorstands sehen vor, die Portigon AG bis zum Jahr 2016 auf 150 Mitarbeiter von zuletzt 2600 zu schrumpfen, wie ein Sprecher gegenüber Handelsblatt Online bestätigte. Allerdings werden zunächst 500 Beschäftigte in eine Tochtergesellschaft „Portigon Financial Services“ übertragen. Die Zukunft dieses Teilbereichs ist ungewiss.

Die neu zu schaffende Sparte arbeitet als Dienstleister für die Erste Abwicklungsanstalt (EAA), in der die schwer verkäuflichen Wertpapiere aus WestLB-Beständen geparkt sind. Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) greift nach der Übernahme eines Teils der ehemaligen WestLB auf diese Dienste zurück - zunächst aber nur bis Mitte 2014. Ob der Vertrag verlängert wird, ist unklar.

Ziel des Portigon-Vorstands ist die Privatisierung der Dienstleistungseinheit. Gelingt diese allerdings nicht, wird die Portigon Financial Services abgewickelt werden müssen. Das sieht eine Vorgabe der EU-Kommission vor, die der WestLB nach der Staatsrettung im Zuge der Finanzkrise harte Auflagen gemacht hatte.

Der Stellenabbau soll in mehreren Schritten erfolgen:

  • In diesem Jahr werden von 2600 Mitarbeitern zum Jahresende 2012 insgesamt 500 der Portigon Financial Services zugeschlagen, 360 Beschäftigte vor allem aus der IT sollen an einen Dienstleister ausgelagert werden. Ob sich ein Dienstleister findet, ist noch nicht gesichert. Etwa Stellen werden in diesem Jahr abgebaut - möglichst sozialverträglich und durch Abfindungsangebote. Betriebsbedingte Kündigungen sind aber nicht ausgeschlossen
  • Von den in der Portigon AG verbleibenden 1130 Beschäftigten zum Jahresende 2013 sollen 2014 dann weitere 510 abgebaut werden
  • Im Jahr 2015 schrumpft die Belegschaft auf 240 Mitarbeiter
  • Ende 2016 soll die Portigon AG dann noch 150 Mitarbeiter haben
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Gewerkschaft spricht von strategischen Fehlern

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