Winterthur-Chef sieht keinen Zeitdruck für Börsengang

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Winterthur-Chef sieht keinen Zeitdruck für Börsengang

Leonhard Fischer, Chef der Versicherungstochter Winterthur der Credit Suisse Group, hat die Entscheidung verteidigt, sich vor vier Jahren von der im Industrieversicherungsgeschäft tätigen Tochter Winterthur International zu trennen.

ZÜRICH. In einem Interview mit dem Handelsblatt äußerte sich Fischer zuversichtlich, dass die inzwischen gebildete Rückstellung von 310 Millionen Schweizer Franken ausreichen werde, um alle Schadensforderungen des Käufers, der Rückversicherung XL Capital, begleichen zu können. Zu seiner Zeit vereinbarten beide Parteien, dass mögliche Belastungen aus dem Versicherungsgeschäft, die auf Winterthur International zukommen könnten, vom Mutterkonzern Credit Suisse Group (CSG) zu begleichen seien.

Der Fall ist inzwischen eingetreten, die CSG erhöhte deshalb im vierten Quartal die Rückstellungssumme. XL-Capital verlangt allerdings 1,45 Milliarden Dollar. Ein unabhängiger Schätzer soll jetzt den tatsächlichen Betrag ermitteln. Durch den Rechtsstreit sieht der Winterthur-Chef keine Belastung für seine Pläne, den Versicherer möglicherweise an die Börse zu bringen. „Der Verkauf und die Folgen haben mit dem heutigen Geschäft nichts zu tun“, sagte Fischer. Man müsse das Unternehmen daran messen, wie die Performance jetzt sei, „und da stehen wir solide da“. Zu einem Termin und einer Preisvorstellung äußerte er sich allerdings nicht. „Ich weiß heute nicht, welcher Preis möglich sein wird. Klar ist aber: Wir werden erst dann an die Börse gehen, wenn der Markt in der Verfassung dazu ist. Dank unserer starken Performance stehen wir nicht unter Zeitdruck.“, sagte Fischer.

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