„Wir wachsen“
Commerzbank will keine Filialen schließen

Anders als die Konkurrenz will die Commerzbank keine Filialen schließen. Das machte Privatkundenvorstand Martin Zielke in der Zeitung „Die Welt“ klar. Die Bank wachse und habe keine Abbaupläne.
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FrankfurtDie Commerzbank plant anders als wichtige Konkurrenten weiter keine umfangreichen Schließungen von Filialen. „Abbaupläne hat ein Unternehmen, das Kunden verliert. Wir wachsen“, sagte Privatkundenvorstand Martin Zielke der Zeitung „Die Welt“.

Allerdings schloss er auch nicht aus, dass einige Standorte in den kommenden Jahren wegfallen könnten. „Natürlich ist keine Zahl in Stein gemeißelt.“ Wie viele Filialen die Bank in fünf Jahren noch habe, entscheide sich auch daran, ob die Kundenzahl weiterhin steige. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres habe die Commerzbank 52.000 Kunden dazugewonnen.

Die Bank könne auf jede Situation flexibel reagieren. Viele der Mietverträge liefen in den nächsten Jahren aus. „Wir können also Standorte zu gegebener Zeit überprüfen und, wenn notwendig, verkleinern, vergrößern oder auch verlegen“, sagte Zielke.

Die HypoVereinsbank schloss zuletzt jede zweite Filiale und kommt noch auf 350. Auch die Deutsche Bank hat Einschnitte in ihrem noch rund 700 Filialen zählendem Netz angekündigt. Damit reagieren die Institute auf den Trend zur Digitalisierung von Bankgeschäften und dem angesichts sinkender Erträge wachsenden Kostendruck. Die Commerzbank hat bundesweit noch rund 1200 Filialen und Geschäftskunden-Beratungsstellen.

Auf der Bremse steht die Commerzbank beim Umbau bestehender Filialen. Das Konzept der vor mehr als einem Jahr eröffneten Testfilialen in Berlin und Stuttgart solle vorläufig nicht umgesetzt werden, sagte Zielke. Bislang sei es nicht gelungen, die neuen Filialkonzepte auch in deutlich steigende Erträge umzuwandeln.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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