Wirtschaftsminister Rentsch

Hessen drängt auf Landesbank-Fusionen

Die Stärke der hessisch-thüringischen Landesbank (Helaba) bringt Hessens Wirtschaftsminister dazu, Fusionen in der Branche zu fordern. Seine Hoffnung: Zwei Super-Landesbanken, eine davon in Frankfurt.
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Helaba-Hochhaus in Frankfurt: Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn um 18,6 Prozent auf 230 Millionen Euro. Quelle: dpa

Helaba-Hochhaus in Frankfurt: Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn um 18,6 Prozent auf 230 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch dringt auf weitere Fusionen bei den Landesbanken. „Das Ziel muss am Ende sein: Zwei Landesbanken bleiben übrig, und eine davon sollte die Helaba in Frankfurt sein“, sagte der FDP-Minister dem „Handelsblatt“ (Artikel zum kostenpflichtigen Download). „Aus der Krise heraus bietet sich jetzt die Chance, die Konsolidierung voranzutreiben.“ Bis zum Jahr 2020 sollten solche Fusionen abgeschlossen sein, fordert Rentsch in einem Positionspapier.

Die Landesbank Hessen Thüringen (Helaba), an der Hessen mit gut acht Prozent beteiligt ist, ist nach der Übernahme von Teilen der WestLB 2012 als Zentralbank für rund 40 Prozent aller Sparkassen in Deutschland zuständig. Das Institut hat wiederholt erklärt, es könne sich weitere Übernahmen vorstellen. Für die Landesbank läuft es derzeit rund: Dank guter Geschäfte mit Unternehmen und Sparkassen hat die Helaba im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn eingefahren. Das Vorsteuerergebnis kletterte um 17 Prozent auf 336 Millionen Euro.

Derzeit gibt es mit der LBBW, der BayernLB, der NordLB, der Helaba und der HSH Nordbank noch fünf größere Landesbanken. Die meisten öffentlich-rechtlichen Banker gehen davon aus, dass mittelfristig drei bis vier große Landesbanken übrig bleiben werden.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Wirtschaftsminister Rentsch: Hessen drängt auf Landesbank-Fusionen"

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  • Womit wir dann zwei neue Riesen hätten, die "too-big-too-fail" sind, deshalb von einem impliziten state support profitieren und damit auch noch unangemessene Risiken eingehen können (moral hazard). Realisieren sich die Risiken, werden diese einfach sozialisiert.
    Wir brauchen kleinere Banken, die nicht nur theoretisch, sondern auch tatsächlich abgewickelt werden können und keine neuen Rieseninstitute.

  • Die Idee ist schon 25 Jahre alt. Nur es passiert ja nix.
    Die Verantwortlichen können und wollen sich ja nicht einigen.
    Es fehlen die Leute mit Weitblick und Verantwortung.
    Mal sehen was diesesmal alles gesagt und geschrieben wird.
    Ich kann nur sagen: bewegt euch.

  • Wozu brauchen wir noch Landesbanken? Hat sich das System "Landesbanken" nicht längst überlebt und sind sie demzufolge nicht obsolet? Ihr Versagen im Zuge der Finanzkrise war offenkundig und hat ihr fehlgeleitetes Verhalten beeindruckend klar blobgestellt

  • „Das Ziel muss am Ende sein: Zwei Landesbanken bleiben übrig, und eine davon sollte die Helaba in Frankfurt sein“, sagte der FDP-Minister dem „Handelsblatt“
    Logisch, was & wo denn sonst?

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