Wohnungsfirma
BayernLB muss GBW bis April 2013 verkaufen

Die Wohnungsfirma GBW soll bis April 2013 verkauft werden. Die BayernLB muss sich auf Geheiß der EU-Kommission von der Tochter trennen. Bayerns Finanzminister Markus Söder versprach strenge Schutzklauseln für die Mieter.
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MünchenEs wird wohl der größte Verkauf privater Wohnungen im nächsten Jahr: Die BayernLB will ihre Tochter GBW mit mehr als 32.000 Objekten im Freistaat bis April 2013 loswerden, wie Bankchef Gerd Häusler am Mittwoch in München ankündigte. Deutschlands zweitgrößte Landesbank kann Experten zufolge auf einen Erlös von rund zwei Milliarden Euro hoffen und würde mit dem Verkauf Vorgaben der EU-Kommission erfüllen.

Interesse haben bislang die betroffenen Kommunen und die Augsburger Immobiliengesellschaft Patrizia angemeldet. Beide würden, weil sie allein zu finanzschwach sind, zusammen mit Co-Investoren an den Start gehen. Beide dürften aber noch Konkurrenz von Finanzinvestoren bekommen. Die bayerische Landesregierung will Mieter mit einer umfangreichen Sozialcharta schützen - und das Thema so aus dem Wahlkampf heraushalten.

Häusler sagte, der Verkaufsprozess werde in den nächsten Tagen mit einer Ausschreibung beginnen. Bis zum Jahresende würden unverbindliche Offerten eingeholt. Anfang 2013 bekämen Interessenten dann Einblick in die GBW-Bücher. Bis April solle das Verfahren möglichst abgeschlossen sein. Formal hat die Bank aus Brüssel eine Frist von Ende 2013 bekommen. Vertreter der EU-Kommission werden eingebunden. So soll sichergestellt sein, dass kein Interessent benachteiligt wird.

Zuletzt hatte die Landesbank Baden-Württemberg Anfang des Jahres 21.000 Wohnungen verkauft. Hier hatte das Patrizia-Konsortium mit mehreren Versicherern und Pensionskassen den Zuschlag bekommen - und lag am Ende hauchdünn vor den Kommunen. Weil Bayern wirtschaftlich ähnlich attraktiv ist, die GBW aber mehr Wohnungen im Angebot hat, wird hier mit einem Preis Richtung zwei Milliarden Euro gerechnet.

Die GBW gibt den Verkehrswert ihrer Objekte sogar mit rund 2,4 Milliarden Euro an. Ein Drittel des Portfolios entfällt auf München und das Umland, wo die Miet- und Kaufpreise in den vergangenen Jahren durch die Decke gingen. Größere Bestände hat die BayernLB-Tochter zudem in Nürnberg, Erlangen, Regensburg, Landshut, Würzburg und Aschaffenburg.

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