Zahlung in Milliardenhöhe
HSBC einigt sich mit Investoren

Die britische Großbank HSBC hat sich von einer Altlast aus der Zeit noch vor der Finanzkrise befreit. Es ging um eine Übernahme, die zum Desaster wurde.

Die britische Großbank HSBC hat sich von einer Altlast aus der Zeit noch vor der Finanzkrise befreit. Sie hat sich mit einer Gruppe von Investoren auf die Zahlung von 1,6 Milliarden US-Dollar geeinigt. Einschließlich aller Rechtskosten wird daraus voraussichtlich eine Belastung des Gewinns vor Steuern von umgerechnet knapp 600 Millionen Dollar erwachsen.

Damit endet ein Prozess, der im Jahr 2002 angefangen hat. Dabei war zeitweise ein Volumen von 3,6 Milliarden Dollar im Gespräch. Der Rechtsstreit entstand ursprünglich zwischen dem amerikanischen Kreditgeber Household und den eigenen Aktionären. Die Investoren warfen Household vor, Probleme bei der Kreditvergabe verschwiegen und damit die Ertragslage geschönt zu haben.

In den Jahren 2001 und 2002 fiel der Aktienkurs von Household um rund die Hälfte, nachdem ein Skandal um „räuberisch“ vergebene Kredite bekannt wurde, der die Bank Strafen von fast einer halben Million Dollar kostete. Household war auf Konsumentenkredite spezialisiert – einen Bereich, der anfällig ist für zu lose Kreditbedingungen in Verbindung mit überteuerten Zinsen.

HSBC kaufte Household im Jahr 2013 für gut 14 Milliarden Dollar und erbte damit die Probleme. Die Übernahme erwies sich als Desaster und führte zu Abschreibungen im zweistelligen Milliardenbereich bei den Briten. Im Jahr 2009 machte den größten Teil des Geschäfts von Household in den USA dicht.

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