Zahlungsverzug
Spanische Banken sitzen auf immer mehr faulen Krediten

Die Quote der vom Ausfall bedrohten Kredite im Bestand der spanischen Banken ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Umfang könnte weiter steigen, wenn die wirtschaftliche Erholung des Landes ausbleibt.
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MadridDie Banken im hoch verschuldeten Spanien haben mit immer mehr faulen Krediten zu kämpfen. Die Quote der vom Ausfall bedrohten Kredite stieg im Juli auf das Rekordhoch von 9,9 Prozent des gesamten Kredit-Bestandes der Banken, wie aus Zahlen der Zentralbank vom Dienstag hervorgeht. Im Juni hatte die Quote noch 9,4 Prozent betragen. Die Summe der Kredite, bei der es zu einem Zahlungsverzug der Schuldner gekommen ist, stieg in dem Zeitraum um 960 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro.

Die spanischen Banken erhalten demnächst den ersten Teil der 100 Milliarden Euro an Hilfen ihrer Euro-Partner. Mit dem Geld sollen vor allem faule Immobilienkredite aus den Bilanzen der Geldhäuser getilgt werden. Es wird nicht erwartet, dass die aktuelle Entwicklung Auswirkungen auf die Auszahlung der Hilfen haben wird. Angesichts der Lage stellt sich aber die Frage, ob die spanischen Banken robust genug aufgestellt sind, um mit der scharfen Rezession, der sehr hohen Arbeitslosigkeit im Land und dem schwindenden Vertrauen der Bürger klarzukommen.

Zudem könnte der Umfang der faulen Kredite noch zunehmen, sollte die erhoffte wirtschaftliche Erholung im Land ausbleiben. Schließlich haben viele Banken Kredite an schwächelnde einheimische Unternehmen ausgegeben, um diese vor dem Zusammenbruch zu retten.

Die Zentralbank-Daten vom Dienstag zeigten zudem, dass die spanischen Bürger und Firmen weniger Spar-Einlagen haben als zuletzt. Die Summe der Einlagen lag im Juli mit 1,1 Billionen Euro 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Geldanlagen etwa in Aktien oder Anleihen sind in der Zahl aber nicht erfasst. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die Notenbank die Entwicklung nicht dramatisiert.

Ein ranghoher Mitarbeiter der Zentralbank sagte Reuters, ein Teil des Einlagen-Rückgangs sei dadurch zu erklären, dass die Börsenaufsicht gegen hohe Zinsversprechen der Banken im Kampf um Kunden vorgegangen sei. In der Folge hätten Anleger Geld von Spareinlagen zum Beispiel in Anleihen umgeschichtet. Damit fällt das Geld dann aus der offiziellen Einlagen-Statistik heraus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was ist das Problem? Der spanische Staat soll gefälligst das Steuersparmodell SICAV abschaffen und mit den Mehreinnahmen seine Banken sanieren.

  • “Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuss wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.”

    Silvio Gesell (“Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld”, 1916)

    Grundvoraussetzung, um “Spitzenpolitiker” spielen zu können, ist die völlige Unkenntnis elementarer makroökonomischer Zusammenhänge:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

  • Vielleicht könnte es ein wenig helfen, wenn man die über den Tisch gezogen Immobilienkäufer für weniger Geld in ihren Wohnungen lassen würde? Leerstände sind immer teurer als bewohnte Immobilien.

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