Zehn Prozent der Stellen sollen gestrichen werden: Börsenkrise trifft Hypo-Vereinsbank-Tochter hart

Zehn Prozent der Stellen sollen gestrichen werden
Börsenkrise trifft Hypo-Vereinsbank-Tochter hart

Die andauernde Börsenkrise hat auch das Fonds- Geschäft der Hypo-Vereinsbank (HVB) schwer getroffen. Ihre Investment- Tochter Activest verlor 2002 im Geschäft mit Publikumsfonds rund 16 Prozent ihres verwalteten Vermögens. Der Betriebsgewinn sei deutlich zurückgegangen, teilte die Activest am Dienstag in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Daher will die HVB-Tochter den Personalabbau beschleunigen und in diesem Jahr jede zehnte Stelle streichen. Für 2003 erwartet die Activest Zuwächse bei Ergebnis und Fondsvolumen.

Nur durch Zugewinne im Segment Spezialfonds wurde ein Einbruch des Fondsvolumens vermieden. Insgesamt verwaltete Activest 2002 Fonds im Wert von 48,8 Milliarden Euro, zwei Milliarden mehr als im Vorjahr. Bei Spezialfonds stieg der Marktanteil um rund ein Prozent auf 6,1 Prozent, bei Publikumsfonds sank er dagegen leicht auf 5,2 Prozent. Insgesamt flossen nur noch frische Gelder von 0,26 Milliarden Euro in die Publikumsfonds, im Vorjahr waren es noch 1,1 Milliarden Euro.

Die Zurückhaltung der Privatanleger habe den Gewinn deutlich zurückgehen lassen, sagte Activest-Aufsichtsrats-Chef Andreas Wölfer. Nach Steuern liege er allerdings weiter im zweistelligen Millionenbereich. Genauere Zahlen nannte er nicht.

Wegen der Geschäftsflaute will Activest den Personalabbau voran treiben. Nach vier Prozent Abbau im Jahr 2002 soll in diesem Jahr jeder zehnte Mitarbeiter gehen. „Wir kommen um Entlassungen nicht herum“, sagte Wölfer. Die Activest-Gruppe beschäftigt derzeit rund 520 Mitarbeiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%