Zentralbanken Genossen steigern Gewinn

Die genossenschaftlichen Zentralbanken DZ Bank und WGZ Bank haben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihren Gewinn deutlich gesteigert. Das geht aus den Hauptversammlungsreden von DZ-Chef Wolfgang Kirsch und WGZ-Chef Werner Böhnke hervor. Nach einem gescheiterten Fusionsversuch setzen die Zentralbanken nun auf eine enge Kooperation.
DZ-Chef Kirsch will das Geschäft mit Großkunden und Strukturierten Finanzierungen um 30 Prozent kürzen - eine Schrumpfkur mit möglichen Folgen. Quelle: ap

DZ-Chef Kirsch will das Geschäft mit Großkunden und Strukturierten Finanzierungen um 30 Prozent kürzen - eine Schrumpfkur mit möglichen Folgen.

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FRANKFURT. Kirsch und Böhnke kündigten vor ihren Eigentümern gemeinsame Initiativen an. Im April war ein Fusionsversuch beider Banken gescheitert.

Das Geschäftsjahr lief für beide Häuser besser an als das Vorjahr: Die WGZ Bank verdoppelte ihr Betriebsergebnis in etwa auf 106 Mio. Euro. Die DZ Bank Gruppe, also die Zentralbank und ihre Töchter, erwirtschaftete bis Mai 936 Mio. Euro Gewinn. Im Vorjahreszeitraum waren es 391 Mio. Euro gewesen. Anders als im Vorjahr schrieb auch die Zentralbank selbst Gewinne, nicht nur die Töchter. Der Gewinn der Bank AG betrug 526 Mio. Euro – nach zuvor 119 Mio. Euro Verlust. Auf eine Prognose für das Gesamtjahr verzichtete Kirsch.

Mögliche Belastungen könnten der Bank noch aus ihrer angekündigten Schrumpfkur erwachsen. So will Kirsch unter anderem das Geschäft mit Großkunden und Strukturierten Finanzierungen um 30 Prozent verringern – „unter Inkaufnahme der Ergebnisauswirkungen“ wie er betonte. Der für diese Bereiche zuständige Vorstand Thomas Duhncrack wird die Bank verlassen, wie bereits am Freitag bekannt wurde.

Auf die im April gescheiterte Fusion gingen Kirsch und Böhnke nicht weiter ein. Sie betonten aber beide, dass die Zentralbanken eng kooperieren wollten. „Wir sollten jetzt keine unrealistischen Zukunftspläne schmieden, sondern uns Schritt für Schritt durch Lösung ganz konkreter Aufgabenstellungen weiter einander annähern“, sagte Kirsch. „Jetzt wollen wir Synergien heben, reale Synergien und keine kunstvoll gerechneten“, betonte Böhnke. Erste Ansatzpunkte dafür ergeben sich für Kirsch im Mittelstandsgeschäft, dem Privatkundengeschäft und beim Transaction-Banking.

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