Zertifikat-Geschäft
Deka startet zum Angriff auf die Landesbanken

Die Dekabank steigt in das Zertifikat-Geschäft ein - und macht damit den Landesbanken Druck. Die hatten diesen Schritt bisher als Anteileigner verhindert. Doch nun haben die Sparkassen die alleinige Kontrolle.
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FrankfurtDie Fondsgesellschaft Dekabank bereitet den Einstieg ins Zertifikate-Geschäft vor und macht den Landesbanken damit künftig in diesem lukrativen Bereich Konkurrenz. „Die notwendigen Entscheidungen wurden in der heutigen Verwaltungsratssitzung vorbereitet und die dazu notwendigen Prüfungsaufträge erteilt", teilte die Deka am Donnerstag mit. Die Ergebnisse sollen bis zur nächsten Verwaltungsratssitzung im September vorliegen. Dann wollen die Eigner der Deka, die Sparkassen, grünes Licht für den Einstieg geben.

Die Sparkassen haben im vergangenen Jahr die volle Kontrolle über die Deka übernommen. Bis dahin hatten die Landesbanken mit ihrem Anteil von 50 Prozent verhindert, dass die Deka auch Zertifikate anbietet und ihnen in diesem Bereich Konkurrenz macht. Durch das neue Kräfteverhältnis fällt diese Begrenzung nun weg. „Das wird bei den Landesbanken sicher nicht auf Gegenliebe stoßen", sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Größte Konkurrenten der Deka im Zertifikate-Geschäft im öffentlich-rechtlichen Lager dürften die LBBW und die Helaba sein. Das Frankfurter Institut übernimmt im Rahmen der Aufspaltung der WestLB Teile der Düsseldorfer Bank, die zu den größten Zertifikate-Emittenten in Deutschland gehört.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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