Zinsmanipulationen US-Justiz ermittelt im Libor-Skandal

Die US-Bundesstaaten New York und Connecticut haben bereits vor Monaten Ermittlungen wegen Zinsmanipulationen eingeleitet. Laut eines Zeitungsberichts bereitet das US-Justizministerium gegen mehrere Banken Klagen vor.
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Händler der britischen Großbank Barclays könnten sich bald vor Gericht verantworten müssen. Quelle: Reuters

Händler der britischen Großbank Barclays könnten sich bald vor Gericht verantworten müssen.

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New YorkIn der Affäre um Zinsmanipulationen ermitteln seit geraumer Zeit auch zwei US-Bundesstaaten. Der New Yorker Justizminister Eric Schneiderman teilte am Sonntag mit, er und sein Kollege aus Connecticut hätten bereits vor sechs Monaten Untersuchungen wegen des Verdachts von Schiebungen beim Interbankenzins Libor eingeleitet.

Die Ermittlungen dauerten an. Einem Bericht der "New York Times" zufolge bereitet auch das US-Justizministerium Klagen gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten vor. Betroffen seien auch Händler der britischen Großbank Barclays.

Barclays hatte als erstes Geldhaus ein Fehlverhalten einiger Händler eingeräumt und einigte sich mit Behörden in den USA und Großbritannien auf eine Geldbuße von einer halben Milliarde Dollar. Die Abmachung schützt die Händler aber nicht vor Strafverfolgung.

Einer ganzen Reihe von internationalen Großbanken - darunter auch JPMorgan und die Deutsche Bank - wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Libor mit falschen Angaben zu ihren Gunsten manipuliert zu haben.

Der Londoner Interbankenzins wird einmal täglich ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich die Institute untereinander Geld leihen. Er basiert auf individuellen Angaben der Banken und dient als Referenz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von 360 Billionen Dollar.

Insidern zufolge sicherte sich die Deutsche Bank bei der EU und in der Schweiz inzwischen Kronzeugenstatus.

  • rtr
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