Zunehmende Handelsaufträge
DAB Bank kann Gewinnrückgang bremsen

Der Gewinn der Online-Bank DAB ist auch im vergangenen Quartal gesunken – allerdings nicht mehr so stark wie zuvor. Auch die Konkurrenten der Direktbank schöpfen etwas Mut.
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MünchenDer steigende Wertpapierhandel der Anleger kann den Rückgang der Zinserträge bei der DAB Bank nicht ganz wettmachen. Der Gewinn der Online-Bank schrumpfte im Sommer allerdings nicht mehr ganz so stark wie in den Quartalen davor. Das Vorsteuerergebnis ging um drei Prozent auf 5,3 Millionen Euro zurück, wie die Hypo-Vereinsbank-Tochter am Dienstag mitteilte. Die Bank aus München erwartet nach wie vor, dass der Gewinn im Gesamtjahr mindestens ein Drittel unter dem Vorjahreswert von 28 Millionen Euro liegt. Von Januar bis September verdiente das Institut 14,8 Millionen Euro vor Steuern.

Der Aufwärtstrend an den Börsen hatte den Konkurrenten Comdirect vor wenigen Tagen etwas mutiger gemacht. Die Commerzbank-Tochter hatte zunächst ebenfalls mit einem Gewinneinbruch um ein Drittel gerechnet, erwartet nun aber nach dem Sommerquartal nur noch einen Rückgang um weniger als 20 Prozent auf 75 Millionen Euro.

Infolge der niedrigen Zinsen sank der Zinsüberschuss der DAB Bank im dritten Quartal um 14 Prozent auf 10,2 Millionen Euro. Aus Provisionen im Wertpapierhandel blieben hingegen sechs Prozent mehr als Gewinn übrig als vor Jahresfrist, insgesamt 19,8 Millionen Euro. Die Zahl der Wertpapiertransaktionen legte auf 1,2 Millionen zu von einer Million im Vorjahresquartal.

Das seit dem Frühjahr angebotene kostenlose Girokonto lockte zahlreiche neue Kunden an. Deren Zahl stieg seit Jahresbeginn um mehr als 18.000 auf 615.000. Das verwaltete Kundenvermögen wuchs auf einen Rekordwert von 31 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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