Zusammenschluss: Citigroup und Morgan Stanley gründen Joint Venture

Zusammenschluss
Citigroup und Morgan Stanley gründen Joint Venture

Neuordnung in der US-Finanzbranche: Die Citigroup und Morgan Stanley legen ihr Wertpapiergeschäft in einem gemeinsamen Unternehmen zusammen. Für die von der Finanzkrise gebeutelte Citigroup ist das Joint Venture ein Schritt, sich gesundzuschrumpfen.

HB NEW YORK. Die beiden Konzerne einigten sich am Dienstag, ein Joint Venture zu gründen. Morgan Stanley zahlt an die Citigroup 2,7 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro) und wird 51 Prozent der Anteile besitzen. Die Citigroup, die ihre einst erfolgreiche Vermögensverwaltung Smith Barney einbringt, erhält den Rest.

Nach Mitteilung der Konzerne wird das neue Makler-Unternehmen Morgan Stanley Smith Barney heißen und mehr als 20 000 Anlageberater beschäftigen. Das verwaltete Vermögen hat einen Wert von 1,7 Billionen Dollar (1,27 Billionen Euro). Mit der Zusammenlegung wollen die Unternehmen insgesamt 1,1 Mrd. Dollar (821 Mio. Euro) einsparen.

Wegen der Finanzkrise will sich die Citigroup gesundschrumpfen und mit dem Verkauf von Töchtern das Eigenkapital erhöhen. Erst im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern sein deutsches Privatkundengeschäft für 5,2 Mrd. Euro an die französische Crédit Mutuel. Die Citigroup will sich in Deutschland auf ihre Geschäftskunden- und Investmentbankaktivitäten konzentrieren.

Die Citigroup war in der Vergangenheit gerade in der Finanzkrise weniger erfolgreich als ihre Konkurrenten. Der US-Staat lieh dem Bankhaus bislang 45 Mrd. Dollar (33,6 Mrd. Euro) und damit mehr als jedem anderen Institut.

Nach Ansicht einiger Investoren steht eine Zerschlagung der Citigroup bevor. Die Bank verfolgte bislang eine sogenannte Supermarkt-Strategie: Vom Kleinanleger bis zum Industriekonzern sollten alle Kunden alle Dienstleistungen aus einer Hand bekommen.

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