Zwangsräumungen
US-Banken können vielleicht bald aufatmen

Im Streit um die durchgeführten Zwangsräumungen stehen die US-amerikanischen Großbanken offenbar vor einer Einigung. Ungestraft würden die Institute im Falle einer Übereinkunft aber nicht davonkommen.
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New YorkDie wegen umstrittener Zwangsräumungen unter Beschuss geratenen US-Großbanken können möglicherweise schon bald aufatmen. Kreisen zufolge sind die Ermittler in allen 50 Bundesstaaten bereit, die Untersuchungen einzustellen und den Geldhäusern Immunität gegen Zivilklagen zu gewähren. Im Gegenzug müssten die Banken einer Geldstrafe von 25 Milliarden Dollar sowie einem neuen Regelwerk für den Umgang mit überschuldeten Familien und überfälligen Hypotheken zustimmen, berichteten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Über Einzelheiten werde aber noch gestritten.

Die mit den Verhandlungen beauftragten Generalstaatsanwälte in Iowa, Illinois und Connecticut lehnten eine Stellungnahme ab. Auch die betroffenen Banken wollten sich nicht äußern. Dazu zählen den Kreisen zufolge Bank of America, Wells Fargo, Citigroup, JP Morgan Chase und Ally Financial.

Sollte die Einigung zustande kommen, wäre das für die Geldhäuser nach Einschätzung von Branchenexperten ein vergleichsweise glimpflicher Ausgang. Schließlich könnten ungleich teurere Einzelklagen verhindert werden. Erst zu Wochenbeginn war bekannt geworden, dass viele Banken an ihren umstrittenen Geschäftspraktiken trotz der heftigen Kritik der US-Regierung im vergangenen Herbst festhalten: Die Unterlagen zu den Zwangsräumungen würden weiter nur unzureichend geprüft und vielerorts nach wie vor roboterartig (“robo-signers“) unterzeichnet, hieß es.

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