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01.02.2006 
Mehr Aktien und Fonds

Börsenboom lockt deutsche Anleger

Das Comeback des deutschen Aktienmarkts hat vielen Anlegern das Vertrauen in die Börse wiedergegeben: Erstmals seit 2001 ist die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland im vergangenen Jahr wieder gestiegen.

FRANKFURT. Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) berichtete am Dienstag, insgesamt sei die Zahl dieser Anleger um fast 300 000 auf 10,8 Mill. gestiegen. „Das Jahr 2005 war ein gutes Jahr für die Aktie und die Aktionäre“, erklärte DAI-Leiter Rüdiger von Rosen.

Der rasante Anstieg des Deutschen Aktienindex mit einem Plus von 27 Prozent habe sicher dazu beigetragen, das Interesse der Anleger zurückzugewinnen. Sowohl die Zahl der reinen Aktionäre, der reinen Fondsbesitzer wie auch der Anleger, die in beide Anlageformen investierten, sei im vergangenen Jahr gestiegen. Allerdings verlief die Entwicklung über das Gesamtjahr betrachtet nicht gleichmäßig. Im ersten Halbjahr stieg vor allem die Zahl derjenigen, die sowohl in Fonds als auch in Aktien investierten. In der zweiten Jahreshälfte wurde dagegen vor allem Geld direkt in Aktien angelegt, während die Zahl der Investoren in beide Anlageformen sank. „Die steigenden Kurse im zweiten Halbjahr haben die Anleger verstärkt zur Direktanlage motiviert“, erklärte von Rosen.

Erneut gegenläufig war die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. In den alten Ländern stieg die Zahl der direkten und indirekten Aktionäre erstmals seit 2001 wieder und zwar um 384 000 auf 9,3 Mill., in Ostdeutschland sank sie dagegen um 101 000 auf nun 1,5 Mill.

Gegenüber 1997 hat sich den Angaben zufolge die Gesamtzahl der Aktienanleger trotz der Rückgänge nach dem Platzen der Börsenblase im Jahr 2000 nahezu verdoppelt.

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