Viele Termine in der kommenden Woche
Nachdem schon zahlreiche US-Konzerne ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, folgen in der kommenden Woche nun weit über 100 S&P-Unternehmen – allein mehr als jeweils 40 am Mittwoch und Donnerstag. Unter anderem stehen Bank of America, Apple und Texas Instruments am Montag, Yahoo, DuPont und UPS sowie Caterpillar – als Indikator für alle konjunktursensiblen Aktien – am Dienstag, Amazon, Boeing, Pfizer und der gebeutelte Autohersteller General Motors am Mittwoch, 3M und Eli Lilly am Donnerstag an. Analysten gehen laut einer Studie von Thomson Reuters davon aus, dass die im S&P500-Index gelisteten Unternehmen im Schnitt für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang von 16 Prozent ausweisen werden. Die Gewinne der Finanzinstitute dürften deutlich stärker um 76 Prozent gefallen sein.
Auch in Europa nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf: So werden die Autokonzerne Daimler, VW, Peugeot, Renault und Fiat am Mittwoch und Donnerstag ihre Zwischenberichte vorlegen. Am Mittwoch berichten auch Merck und Software AG. Börsianer sind gespannt, wie sehr die Finanzkrise und der hohe Ölpreis über das Verhalten der Verbraucher auf die Industrie durchschlagen. Daneben werden der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck ebenfalls am Mittwoch und der Chiphersteller Infineon am Freitag ihre Quartalszahlen veröffentlichen.
Auf der Konjunkturseite steht der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland im Fokus. „Nach dem dicken Minus im ZEW-Index. wird auch der Ifo-Index nach unten zeigen“, erklärt NordLB-Experte Basse. Im Juni war der Index unerwartet deutlich auf 103,5 Zähler gefallen. „Der Ölpreis, der hohe Euro-Kurs und die Finanzkrise werden auch im Juni Spuren hinterlassen haben“, vermutet Helaba-Analyst Reinwand. „Der Aktienmarkt hat sich darauf schon eingestellt.“ Aus den USA stehen mit den Absatzzahlen für bestehende und neue Einfamilienhäuser laut Commerzbank „womöglich weitere Hiobsbotschaften“ an. Beachtung dürften auch die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter finden. Basse empfiehlt zudem, auf den Konjunkturbericht zu achten. Das sogenannte Beige Book wird am Mittwoch veröffentlicht.

