Auch in der kommenden Woche dürfte der Finanzsektor das Börsengeschehen wesentlich mitbestimmen. Unsicherheit herrscht darüber, ob die Banken im Zuge der Finanzkrise tatsächlich schon reinen Tisch gemacht haben. "Wir sehen das Ende noch nicht gekommen und rechnen damit, dass scheibchenweise weitere Abschreibungen bekanntgegeben werden", prognostiziert Yasuda. Nachdem zuletzt die BayernLB hohe Belastungen aus der Subprime-Krise eingeräumt hatte, dürfte am Mittwoch die Bilanz-Pressekonferenz der HSH Nordbank einen weiteren Einblick in die Lage der deutschen Landesbanken geben.
In der abgelaufenen Woche waren Milliardenabschreibungen der Schweizer Großbank UBS
und der Deutschen Bank
vom Markt als Zeichen gewertet worden, dass bei den Belastungen aus der Finanzkrise alle Karten auf dem Tisch liegen. Die internationalen Börsenplätze reagierten mit einem Kursprung. "Wir sehen gute Chancen, dass an den Aktienmärkten der Anfang vom Ende der Finanzkrise eingeläutet ist", urteilen die Experten der Commerzbank.
Analyst Achim Matze erwartet deshalb in den nächsten Wochen eine Erholungsrally, die den Dax wieder an 7 000 Punkte heranführen könnte.
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Der Dax setzte zunächst auch zu einer deutlichen Erholungsbewegung an und notierte gar wieder über 500 Punkte über den Jahrestiefstständen. Noch kräftigere Aufschläge konnte der gebeutelte Finanzsektor für sich verbuchen. Was die Notierungen in die Höhe zog, waren natürlich nicht die hohen Verluste der Banken, sondern die Hoffnung der Anleger, dass sich die Abschreibungs-Welle nach der jüngsten Runde in den kommenden Quartalen deutlich abflachen wird. Zuvor stabilisierten sich die Finanzmärkte bereits durch die von der Federal Reserve eingefädelten Rettung der Investmentbank Bear Stearns.
Damit hat die US -Notenbank
klar gemacht, dass sie mit allen Mitteln einen Zusammenbruch des Finanzsystems mit möglicherweise katastrophalen Folgen für die Wirtschaft verhindern will.
Die Risikoprämien an den Kreditmärkten reagierten denn auch prompt in der Folge. Der vielbeachtete iTraxx Main ist in der Zwischenzeit unter die Schwelle von 100 Basispunkten gefallen und notiert damit weit unter der für Hegde Fonds als kritisch erachteten Schwelle von 150. Damit ist die Gefahr von Zwangsverkäufen aufgrund von höheren Margin-Forderungen, die ganze Asset-Klassen belasten können, deutlich gesunken. Auch hat die Branche ihr Leverage in den vergangenen Wochen zurückgefahren, was ebenfalls für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgte.
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