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06.09.2008 
Konjunktursorgen

Dax-Ausblick: Sturz auf Jahrestief droht

In seltener Einigkeit prognostizieren Marktbeobachter für die kommende Woche eine schwache Börse. Einige befürchten gar, dass der Dax wieder auf seine Jahrestiefststände fällt. In der kommenden Woche werden die Investoren daher vor allem auf Konjunkturnachrichten achten - und auf den Ölpreis, bei dem neues Ungemach droht.

 Quelle: Handelsblatt

Quelle: Handelsblatt

HB FRANKFURT. Mit dem Einbruch der Kurse am Donnerstag sieht es ganz danach aus, als ob der Dax schon in der kommenden Woche die alten Jahrestiefs aus dem Juli in Angriff nehmen könnte. Ob die 6 000er-Marke dem Abwärtsdruck dieses Mal standhalten wird, ist dabei mehr als fraglich. Angesichts des sich ausbreitenden Konjunkturpessimismus fallen die Aktienmarktprognosen für die kommende Woche jedenfalls düster aus.

Seit Ende vergangener Woche hat der deutsche Leitindex fast vier Prozent verloren. "Wir sind ja nur noch wenige Punkte vom bisherigen Tief entfernt", sagt Marc-Gregor Czaja von der Landesbank Baden-Württemberg. Bei dem derzeitigen Börsenumfeld sei durchaus vorstellbar, dass der Dax weiter nach unten rauscht.

Dax-Sentiment: Was erwarten Sie für den deutschen Leitindex?

Immer wieder seien Befürchtungen hochgekommen, die Hypothekenkrise könne weitere Opfer fordern und damit noch stärker auf die Realwirtschaft ausstrahlen als ohnehin schon, erklärt Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors die Skepsis der Anleger. Die jüngsten Konjunkturdaten hätten diese Sorgen genährt. "Es wird immer offensichtlicher, dass die Wellen des Abschwungs aus den USA jetzt auch in Europa auflaufen."

Im Juli hatte der Dax bereits eine Korrektur von mehr als 1 000 Punkten erfahren. Als er damit das bisherige Jahrestief markierte, war er allerdings überverkauft. Dieser stützende Faktor entfällt nun. Charttechniker warnen, dass nun Abgaben zumindest bis zum Unterstützungsbereich bei 5 800 Punkten einkalkuliert werden müssten. Die Gefahr besteht, zumal der September als traditionell schwacher Börsenmonat gilt.

Chartanalyse: Was die Techniker erwarten

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