Termine der kommenden Woche
Angesichts der Konjunkturängste kommt den Wachstumsdaten aus Europa in der neuen Woche besondere Bedeutung zu: Am Donnerstag stehen Daten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Spanien an. "Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal werden noch einmal unterstreichen, dass sich die Konjunktur im Euroraum deutlich abgeschwächt hat", erwarten die Marktbeobachter der Commerzbank
. "Daraus abgeleitet könnte dann natürlich auch das Thema Leitzinsen in den Vordergrund rücken - es könnten sogar auch Zinssenkungsfantasien in den Markt einziehen", erklärt LBBW-Aktienstratege Michael Koehler.
Weitere Impulse könnten auch von den US-Einzelhandelsumsätzen am Mittwoch ausgehen, ferner von der Veröffentlichung der Verbraucherpreise am Donnerstag sowie von Zahlen zur US-Industrieproduktion am Freitag. An diesem Tag werden mit dem Empire State Manufacturing Index und dem Michigan-Index zum Verbrauchervertrauen auch erstmals Sentiment-Indikatoren für August veröffentlicht. Am Freitag wird zudem Wal
-Mart, der weltgrößte Einzelhändler, seine Quartalszahlen veröffentlichen.
In Deutschland wird eine Flut von Zwischenberichten erwartet - allein am Donnerstag berichten mehr als 50 Unternehmen, davon die meisten aus der zweiten und dritten Reihe. Aber auch einige Dax-Konzerne ziehen noch Zwischenbilanz, darunter die Versorger Eon
am Mittwoch und RWE
am Donnerstag. Zudem berichten am Donnerstag die Stahlkonzerne Thyssen
-Krupp und Salzgitter. Salzgitter-Aktien
sind im MDax notiert, das Unternehmen gilt aber als potenzieller Dax-Aufsteiger. Der Düngemittelhersteller K+S
, der gesetzt ist als Kandidat für den Leitindex, wird am Mittwoch seinen Quartalsbericht veröffentlichen.
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Daneben werden die Anleger sich auch die Zwischenbilanzen der Hypo Real Estate
(Mittwoch) und einiger Landesbanken genau anschauen. Am Mittwoch berichtet die BayernLB, der wegen ihrer hohen Belastungen aus der Finanzkrise eine schlechtere Bonitätseinstufung durch die Ratingagentur S&P droht, am Donnerstag die Landesbank Berlin. In der Schweiz wartet die UBS
am Dienstag mit Zahlen auf.
Die größte Schweizer Bank rechnet mit einem ausgeglichenen bis leicht negativen Ergebnis. Das Institut wird aber voraussichtlich auch weitere Abschreibungen vornehmen, Schätzungen reichen bis zu neun Milliarden Schweizer Franken. Von einem Ende der Finanzkrise könne keine Rede sein, heißt es im Handel. Am Mittwoch veröffentlicht auch die ING ihre Zahlen.
Im Übernahmekampf um Continental
geht es in die nächste Runde: Der Aufsichtsrat des Autozulieferers will sich offiziell zu dem Angebot der Schaeffler-Gruppe äußern, das vom Conti
-Management bislang abgelehnt wird.

