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22.11.2006 
US-Aktienmarkt

Milliardär Kerkorian schickt GM-Aktie auf Talfahrt

Der Großaktionär Kirk Kerkorian hat seine Beteiligung am US-Autokonzern General Motors reduziert und damit die Papiere des Unternehmens auf eine neue Talfahrt an den Börsen geschickt.

HB WASHINGTON. Die Beteiligungsgesellschaft des Milliardärs, Tracinda, teilte am Mittwoch mit, in dieser Woche habe sie GM-Aktien im Wert von 462 Millionen Dollar abgestoßen. Ihr Anteil an GM betrage jetzt nur noch 7,4 Prozent nach zuvor 9,9 Prozent. Kerkorian hatte zuletzt seine früheren Pläne für ein stärkeres Engagement bei dem angeschlagenen Autobauer aufgegeben. Schon diesen Schritt hatten Experten als Belastung für die Sanierungsbemühungen des weltgrößten Autokonzerns gewertet.

Am Mittwoch straften die Anleger GM mit einem Kursabschlag von 4,9 Prozent ab. GM-Papiere notierten am Nachmittag bei 31,01 Dollar. Bereits Spekulationen über einen möglichen Rückzug Kerkorians hatten zuvor den GM-Kurs belastet. Allein seit Freitag ist der Aktienkurs um rund zehn Prozent gesunken. Experten zufolge sahen Investoren Kerkorians Beteiligungsgesellschaft als eine treibende Kraft für den Umbau von GM. Seit Kerkorian im Januar den Druck auf GM verstärkt hatte, war der Aktienkurs des Autobauers bis Anfang Oktober um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Kurz vor dem Kurswechsel Kerkorians Anfang Oktober waren die Gespräche über ein Bündnis von GM mit Renault und Nissan gescheitert, das unter anderem Kerkorian selbst angeregt hatte. Im Streit über die Strategie bei diesen Bemühungen trat Anfang Oktober auch der Kerkorian-Vertraute Jerry York von seinem Posten im GM-Direktorium zurück.

Am Mittwoch teilte Tracinda weiter mit, die Gesellschaft habe zu Wochenbeginn dem Verkauf von 14 Millionen Aktien zu einem Preis von 33 Dollar je Anteilsschein zugestimmt. Das geht aus den US-Behörden übermittelten Tracinda-Unterlagen hervor. Bei Tracinda und GM war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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