Rezessionsängste und anhaltende Probleme im Finanzsektor werden die Wall Street wohl auch in der kommenden Woche beherrschen. Börsianer erwarten, dass sich die getrübte Stimmung der vergangenen Tage fortsetzen wird. Für einen Hoffnungsschimmer könnte allenfalls die US-Notenbank sorgen.
Ein Händler an der New Yorker Wall Street: Die Stimmung dürfte auch in der kommenden Woche nicht besser werden. Foto: Archiv
HB NEW YORK. Insgesamt stehen zwar verhältnismäßig wenige Konjunkturdaten an, am Freitag dürften jedoch die Verbraucherpreise angesichts des jüngsten Öl-Rekordpreises und des Preisanstiegs bei weiteren Rohstoffen besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Am Freitag schürte der Arbeitsmarktbericht für Februar erneut Ängste vor einer bevorstehenden Rezession: Demnach verlor die US-Wirtschaft bereits den zweiten Monat in Folge Stellen. Und im Finanzsektor nahmen die Sorgen um die Zukunft des Hypothekenfinanzierers Thornburg
Mortgage zu, der einräumte, Nachschusspflichten in dreistelliger Millionenhöhe nicht erfüllen zu können. Analysten fürchten nun weitere Kursverluste.
"Die Stimmung ist gerade extrem schlecht", sagte John Praveen von Prudential
International Investments Advisers LLC. Die jüngsten Zahlen zum Arbeitsmarkt bedeuteten vermutlich, dass sich die USA bereits in einer Rezession befänden.
Einen Hoffnungsschimmer sehen Analysten höchstens für den Fall, dass es Hinweise geben sollte, dass die US-Notenbank weitere kurzfristige Zinssenkungen erwägt. Die Fed tritt am 18. März zu Beratungen zusammen.
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Wegen der gestiegenen Spannungen an den Finanzmärkten hatte die Fed bereits am Freitag ihre für März geplanten Liquiditätsspritzen erhöht. "Aktien und Bonds schreien geradezu nach einer Zinssenkung, möglicherweise noch diese Woche, von mindestens 50 Basispunkten", sagte Tom Sowanick von Clearbrook Financial.
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Die Börsen in New York verbuchten in der vergangene Woche die zweite Woche in Folge Verluste. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Freitag mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 11 893 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,8 Prozent auf 1 293 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq
ging um 0,4 Prozent auf 2 212 Punkte zurück.
Im Wochenvergleich verlor der Dow-Jones-Index drei Prozent und der S&P-Index 2,8 Prozent. Der Nasdaq
-Index gab in diesem Zeitraum 2,6 Prozent ab.

