0 Bewertungen
04.07.2007 
Unternehmen geben keine Stellungnahme ab

Übernahmespekulationen beflügeln MLP-Aktie

Übernahmegerüchte haben den Aktien des Finanzdienstleisters MLP am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Anteilsscheine legten um mehr als sieben Prozent zu und führten damit mit Abstand die Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax an.

HB FRANKFURT. Händler führten dies auf Gerüchte zurück, der französische Finanzkonzern Axa könne sich für MLP interessieren. „MLP steigt, weil das Gerücht umgeht, dass Axa MLP kaufen will“, sagte ein Händler. „Dass Axa sich irgendwo in Deutschland beteiligen will, ist ja schon länger bekannt“, fügt ein anderer Börsianer hinzu. MLP werde nun als Übernahmeziel gehandelt.

Reuters erfuhr jedoch aus Finanzkreisen, die Spekulationen entbehrten jeder Grundlage. Eine mit der Situation vertraute Person sagte: „Das ist ohne jegliche Basis.“ MLP lehnte einen Kommentar ab. Der Finanzdienstleister hatte in der Vergangenheit immer betont, seine Unabhängigkeit sei wichtiger Teil des Geschäftsmodells. Ein Sprecher von Axa Deutschland sagte, das Unternehmen gebe zu Marktgerüchten grundsätzlich keine Stellungnahme ab.

Axa-Chef Henri de Castries hatte der „Börsen-Zeitung“ (Mittwochausgabe) gesagt, er suche weitere Vertriebspartner in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit der schwedischen Großbank SEB reiche nicht. „Ich hoffe, dass wir neue Partner finden werden.“ Es sei aber nicht sicher, dass es sich hier dann ebenfalls um exklusive Kooperationen handele. Zukäufen in Deutschland erteilte de Castries nach der Übernahme der Schweizer Winterthur und ihrer deutschen Tochter im vergangenen Jahr vorerst aber eine Absage.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Notwendige Korrektur  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Matthias Eberle

Die Aktienkurse rasen in die Tiefe. Ein Blick auf die US-Wirtschaft zeigt warum. Amerika steht vor einer tiefen Rezession, die weitere Korrekturen an den Börsen nach sich ziehen muss. Kommentar

Markt-Monitor

Die erwünschte Panik ist da  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Frank Wiebe

Der Ausverkauf ist da. Für die Wende an den Aktienmärkten braucht es allerdings mehr: Auf der IWF-Tagung haben die Spitzen des Finanzsystems die Chance, die Abwärtsspirale zu durchbrechen. Kommentar

weiterAnzeige - Aktuelle Umfrage

Umfrage zum Thema "Bankpräferenzen" 

Welche Bankgeschäfte wickeln Sie privat online ab und wie zufrieden sind Sie mit dem Online-Angebot? Was erwarten Sie von Ihrer Bank? Unter allen Teilnehmern der Umfrage wird ein iPod nano (8GB) von Apple im Wert von 149 Euro verlost. Machen Sie jetzt mit! Hier geht es zur Umfrage WEB-Link


Handelsblatt Börsenradio 10.10.2008 (Abendausgabe) 

10.10.2008Börsenradio

Steinbrück: Umfassende Bankenhilfen nötig - Dax mit 22 Prozent Wochenminus - Ölpreise brechen auf neues Jahrestief ein Anhören


Anzeige