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17.08.2008 
Dank Ölpreis und Dollarkus

US-Börsen: Vorsichtiger Optimismus

Der fallende Ölpreis sowie der steigende US-Dollar lassen Experten ein freundliches Bild für den Wochenstart der Wall Street skizzieren. Mit Spannung werden dabei anstehende Konjunkturdaten erwartet. Die Finanzbranche steht währenddessen wohl unter besonderer Beobachtung. Der Ausblick.

Wohin geht der Blick an den US-Börsen? Die Wochenvorschau. Foto: dpaLupe

Wohin geht der Blick an den US-Börsen? Die Wochenvorschau. Foto: dpa

HB NEW YORK. Mit positiven Erwartungen blicken die Börsianer an der New Yorker Wall Street auf die neue Handelswoche, wobei der Optimismus nicht uneingeschränkt ist. Fallende Ölpreise und ein steigender Dollarkurs lassen sie auf leichte Kursgewinne hoffen. Am Freitag fiel der Preis für ein Barrel US-Rohöl auf ein Dreimonatstief unter die Marke von 114 Dollar. Zugleich deutet der Dollar-Anstieg einigen Analysten zufolge auf eine langsame Erholung der US-Konjunktur hin.

"Die gegenwärtige Stärke des Dollar wird sehr wahrscheinlich dazu beitragen, den Rohölpreis weiter zu drücken", sagte US-Markstratege Cantor Fitzgerald & Co in San Francisco. Derzeit wirke dies wie ein Konjunkturanreiz. Gedämpft werden könnte die Stimmung jedoch durch schwache Konjunkturdaten. Obwohl die Benzinpreise seit Juli gefallen sind, bleiben die US-Verbraucherausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen, schwach. Hier erwarten sich die Börsianer am Donnerstag weiteren Aufschluss vom Konjunkturindex der Fed von Philadelphia. Bei den anstehenden Daten zum US-Immobilienmarkt rechnen die Experten mit keinen positiven Überraschungen. "Die Wohnungsbaubeginne werden wahrscheinlich schlimm ausfallen", sagte der Chefökonom des First American Funds in Minneapolis, Keith Hembre, mit Blick auf die am Dienstag erwarteten Zahlen.

Mit besonderem Interesse werden die Anleger die Entwicklung der Finanzaktien verfolgen, die in der vergangenen Woche eine kleine Rally erlebten. Der dünne Handel signalisierte jedoch bereits eine anhaltende Skepsis. Experten wiesen darauf hin, dass die Kreditkrise alles andere als vorbei sei. Zuletzt hatte die US-Investmentbank JPMorgan Chase Abschreibungen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar verkündet. Zum Wochenausklang schlossen die US-Börsen uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg zum Wochenschluss um 0,38 Prozent auf 11 659 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,41 Prozent auf 1298 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq verlor hingegen 0,05 Prozent auf Stellen.

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