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02.03.2008 
Konjunkturdaten und Fed-Reden

US-Börsianer stehen vor turbulenter Woche

Für die von Kursverlusten und Rezessionsangst gebeutelte Wall Street dürfte die kommende Woche weitere Aufregung bringen. Praktisch täglich müssen die Händler neue Konjunkturdaten genau im Blick behalten, denn schließlich könnte jede weitere besorgniserregende Nachricht über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft die US-Börsenbarometer erneut auf Sinkflug schicken.

 An der Wall Street liegen die Nerven weiter blank. Foto: dpa Lupe

An der Wall Street liegen die Nerven weiter blank. Foto: dpa

HB NEW YORK. Praktisch täglich müssen die Händler neue Konjunkturdaten genau im Blick behalten, denn schließlich könnte jede weitere besorgniserregende Nachricht über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft die US-Börsenbarometer erneut auf Sinkflug schicken. Die Auftritte mehrerer Notenbank-Vertreter, darunter auch Fed-Chef Ben Bernanke, dürften die Nervosität auf dem Parkett noch weiter steigern.

Doch einige Händler üben sich für den März dennoch in Optimismus, nachdem der Februar für den Dow Jones mit einem Abschlag von drei und für die Nasdaq von sogar fünf Prozent zu Ende gegangen ist. In der ersten Handelswoche des neuen Monats könnten sich die Anleger schließlich auch Aufmunterung von den Konjunkturdaten erhoffen: "Bei Wirtschaftsnachrichten ist dieser Markt extrem überempfindlich - bei guten, wie bei schlechten", sagte George Yared von Yared Investment Research. "Alles, was kein Minus aufweist, sind gute Nachrichten für den Markt."


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Zum Auftakt können die Anleger am Montag den Einkaufsmanagerindex für die Industrie nach solchen guten Nachrichten durchforsten, gefolgt am Mittwoch vom Index für Dienstleistungen und dem Auftragseingang der Industrie im Januar. Ebenfalls am Mittwoch steht schon einmal der private ADP-Arbeitsmarktbericht auf dem Kalender, während der genau beobachtete Regierungsbericht über die Zahl der Arbeitslosen noch bis Freitag auf sich warten lässt. Am Donnerstag erscheinen zudem Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.

"Stabilität ist es, was wir sehen wollen", sagte Russell Croft von Croft Funds in Baltimore. "Wenn die Arbeitslosenzahlen schön niedrig bleiben, dann hilft uns das, wieder in Form zu kommen." Die Auftragseingänge und der Einkaufsmanagerindex würden den Händlern Hinweise darauf geben, wie hoch das Inflationsniveau insgesamt ist und wie wahrscheinlich weitere Zinssenkungen seien, sagte Joe Kinahan vom Online-Broker thinkorswim in Chicago.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Was im Zentrum des Interesses steht.

Nach Antworten auf diese Frage suchen die Anleger natürlich auch in den Äußerungen zahlreicherer Fed-Vertreter, deren Reden in der kommenden Woche auf dem Programm stehen. Am Montag spricht zunächst der Chef der Federal Reserve Bank of Philadelphia, Charles Plosser; Fed-Chef Bernanke folgt am Dienstag.

Im Zentrum des Interesses steht zudem noch immer ein Rettungsplan für die angeschlagenen Anleiheversicherer, die durch drohende Herabstufungen in der Finanzbranche weiteres Unheil anrichten könnten. Noch am Freitag hatte CNBC berichtet, der Rettungsplan für Ambac sei ins Stocken geraten. Die Furcht vor einer Ausweitung der Kreditkrise hatte vor allem die Finanzwerte belastet.

Bei einem regen Handel brach der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Freitag mehr als 2,5 Prozent ein und schloss bei 12 266 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 2,7 Prozent auf 1330 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor knapp 2,6 Prozent auf 2271 Stellen. Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,9 Prozent, der S&P 1,6 Prozent und die Nasdaq 1,4 Prozent.


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