Anlagestrategie

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Anlagestrategie: „Ich rechne 2013 mit Rückschlägen“

Das Jahr 2012 war ein gutes Aktienjahr, allen Turbulenzen zum Trotz. Auch für 2013 sind Aktien ein Kauf, glaubt Vermögensverwalter Frank Stratmann. Störfeuer könnte allerdings gleich aus drei Richtungen kommen.

Der Start ins Jahr 2013 war gut, Rückschläge sind aber nicht ausgeschlossen. Quelle: dpa
Der Start ins Jahr 2013 war gut, Rückschläge sind aber nicht ausgeschlossen. Quelle: dpa

Wir haben ein erfolgreiches, aber ziemlich turbulentes Börsenjahr 2012 hinter uns. Was erwarten Sie für 2013?
Auch dieses Jahr könnte recht turbulent werden. Die Märkte sind in einem Spannungsfeld zwischen  drei Faktoren: systemische Risiken durch die Euro-Krise, die eher schwache globale Konjunktur und die weltweit sehr expansive Geldpolitik der Notenbanken.

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Frank W. Straatmann, Geschäftsführer der Feri Trust Vermögensverwaltung
Frank W. Straatmann, Geschäftsführer der Feri Trust Vermögensverwaltung

Zuletzt war die Krise kein allzu großes Thema mehr an den Märkten….
Die Schuldenkrise ist scheinbar in den Hintergrund getreten, aber die Realität wird die Anleger wieder einholen. Die Märkte sind extrem sensibel, deshalb wird es 2013 sicher zu dem einen oder anderen Rückschlag kommen.

Sollten Anleger also lieber ihre Gewinne mitnehmen und Aktien erst mal meiden?
Nein, im Gegenteil. Sie sollten ihre Aktienquote strategisch hochfahren und Rückschläge zu Zukäufen nutzen. Die Anlageklasse Aktie läuft und das dürfte auch so weitergehen – Kursrücksetzer natürlich nicht ausgeschlossen.

Die können auch durch schlechte Konjunkturdaten ausgelöst werden. Rechnen Sie mit erneuten Einbrüchen?
Nein, aber Fakt ist, dass die globale Konjunktur nicht wirklich auf einem Wachstumspfad  ist. Allerdings sind wir bei Feri optimistischer als der Rest der Prognose-Welt. Unsere Prognosen liegen am oberen Rande der Schätzungen. Weltweit rechnen wir im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent nach 2,4 Prozent in diesem Jahr.

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Wie werden einzelne Länder oder Regionen sich entwickeln?
Das Wachstum in den USA dürfte leicht zurückgehen auf 1,8 Prozent. Für Europa erwarten wir hingegen einen Anstieg auf 0,4 Prozent, während die Wirtschaft 2012 um 0,4 Prozent geschrumpft sein dürfte. Deutschland wird sich mit einem Plus von 1,3 Prozent wiederum deutlich besser entwickeln als viele andere Euro-Länder.

China gilt als wichtige Wachstumslokomotive für die Weltwirtschaft. Was erwarten Sie dort?
Die chinesische Konjunktur hat meines Erachtens die Abkühlung überstanden – Stabilisierungstendenzen sind erkennbar. Mit einem Wachstum von 8,6 Prozent – nach 8,0 Prozent im laufenden Jahr – läuft der Wachstumsmotor aber nach wie vor gut.

  • 03.01.2013, 20:56 UhrSANTOS

    An jedem Tag an dem wir vom Bett aufstehen können wir damit rechnen daß wir ausrutschen und hinfallen könnten.

    So ist es manchmal mit den Aktien auch.

    Aber in Deutschland sind die Gehwege besser ausgebaut also stolpern wir weniger und fallen auch weniger als in andere Länder.


  • 03.01.2013, 12:37 UhrKronecker

    Wenn ich "Substanzwert" lese, zucke ich stets. Angesichts der Tatsache, dass wir noch nicht einmal wissen, worauf wir sitzen, ist der Begriff "Substanzwert" eher ein Mythos. Vielleicht ist der Finanzmarkt auch nur eine raffinierte Illusion. Wenn man tiefer gräbt, findet man immer nur "Informationen" als Fundament und daraus abgeleitet vorübergehend Wert und Risiko. Wir investieren also möglicherweise nur in Informationen. Weil wir das aber nicht wahrhaben wollen, füllen wir diese Lücke mit "Substanz".

  • 03.01.2013, 11:55 UhrVergisses

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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