
DüsseldorfWerner Schulte* ist gut 1,90 Meter groß, mindestens zwei Zentner schwer. Ein Hüne, Nordhesse, Landwirt von Beruf. Sein Leben lang hat er schwer arbeiten müssen für sein Geld. Im nächsten Jahr soll Schluss sein mit der Plackerei. Schulte geht in Rente. Eine Lebensversicherung wird im Februar fällig, über viele Jahre angespart. Von dem Geld will er die letzten Jahre seines Lebens bestreiten. Vor nicht allzu langer Zeit hat er noch gedacht, es würde locker reichen. Mittlerweile ist Schulte sich aber nicht mehr sicher. Zum ersten Mal in seinem Leben, sagt er, verspüre er so etwas wie Zukunftsangst. Die niedrigen Zinsen, die Euro-Krise, drohende Inflation. Schulte ahnt – das Geld aus der Lebensversicherung wird nur reichen, wenn ein großer Teil davon trotz Ruhestand noch weiter arbeitet, sich also vermehrt.
Mit seinen Nöten und Sorgen ist Werner Schulte nicht allein. Vom Kleinanleger bis zum Großinvestor stellen sich alle dieselbe Frage: Wohin mit dem Geld? Das Sparbuch bringt es nicht, auch Tages- und Festgeld werfen wenig ab, Bundesanleihen sowieso nicht. Allein an der Börse ließ sich in diesem Jahr ordentlich verdienen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte um mehr als 20 Prozent zu. Das ist Schulte nicht entgangen. Jeden Abend schaut er abends die Tageschau und zuvor den Börsenbericht. Er überlegt, ob er sein Geld nun in Aktien stecken soll – zum ersten Mal in seinem Leben.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
Experten prophezeien neue Höchststände an den Aktienmärkten. Selbst Schätzungen, die bis vor kurzem kaum einer zu äußern gewagt hätte, scheinen inzwischen salonfähig zu sein. Dax 10.000. Dabei steckt die Welt immer noch in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren. Die Banken kämpfen auch im fünften Jahr der Finanzkrise mit dem Schrott in ihren Bilanzen, die Staaten der westlichen Welt stecken tief im Schuldensumpf, das Wachstum der Weltwirtschaft lässt nach. Doch der Aufschwung an den Börsen geschieht nicht trotz der Krise, sondern gerade deswegen.
Das Phänomen ist nicht neu. Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises (1881 bis 1973) beschrieb bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, was passiert, wenn zu viel billiges Geld in die Märkte strömt. Er nannte es die „Katastrophenhausse“. Mises war ein radikaler Liberaler und wichtiger Vertreter der Österreichischen Schule. Selbst Hayek und Friedman nannte er einen „Haufen von Sozialisten“.
Vereinfacht gesagt geht es bei der „Katastrophenhausse“ um Folgendes: Weil die Zentralbanken immer mehr Geld drucken, verliert das Geld, das sich im Umlauf befindet, an Wert. Die Anleger und Sparer bekommen es mit der Angst zu tun. Sie wollen ihr Geld in Sicherheit bringen und flüchten in Sachwerte. Dies treibt wiederum die Preise für Aktien, Immobilien oder Gold in die Höhe - aber nur so lange, bis die Blase endgültig platzt.
Das historische Beispiel, das immer wieder zitiert wird, ist die Zeit der Hyperinflation im Deutschen Reich. Zwischen Oktober 1922 und Dezember 1923 schoss der damalige Aktienindex von 2062 auf unglaubliche 171.300.000.000 Punkte. Die Inflationsrate lag seinerzeit bei 50 Prozent - pro Woche. Die Staatsschulden stiegen rasant. Am Ende stand eine Währungsreform.

Oh ja! 99 % Verlust am Aktienmarkt! Dann warte ich auch mal auf den Crash und bin hoffentlich schnell genug, um als Erster die BASF zu 66 Cent kaufen zu können.
Sei mir nicht böse, lieber Siggi. Aber Deine Rechnung geht nicht auf. Wenn der Aktienmarkt abverkauft, dann trifft das unmittelbar auch die Rohstoffe, Edelmetalle und wie sie alle heißen. Hier herrscht hohe positive Korrelation. Dann sucht sich das Geld wieder Schuldverschreibungen wie Anleihen (Ja, dann schreibt die Presse wieder, ach wie toll die Ratings von D, F, A, Ch & Co. doch sind!!) und das eigene Sparbuch. Dann schraubt die Banken wieder die Zinssätze hoch, denn jeder will jetzt Sparbuch halten und sich die Bank mit den höchsten Zinssätzen aussuchen... Der Kreislauf beginnt von Neuem. ...so kann man das ganz grob illustrieren.
Was solltest Du also machen, wenn Du einen Crash und vielleicht noch Währungsreform erwartest? RICHTIG! Bargeld halten! und zwar Devisen!

Brotlose Kunst, über die richtige Anlageform zu diskutieren. Dem Staat ist es nämlich egal. Der holt sich sowieso was er braucht und das nur nach einer Maxime: SKRUPELLOS! Lediglich der Zeitpunkt ist noch offen. Die Amerikaner rechnen 2015 mit der nächsten Stufe der Finanzkrise. Wir hier in Deutschland müssen erst nach der nächsten Bundestagswahl mit riesigen Sauereien rechnen, egal wer an die Macht kommt. Wer sich ein bisschen informieren nöchte über das bereits vorbereitete Handwerkszeug der Enteignung, der kann sich hier mein neues Update ansehen/herunterladen: http://der-oekonomiker.blogspot.com/2012/09/standpunkt-389-update-20-enteignung.html. Dabei wird es nicht bleiben. Das ist sicher.






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