Anlagestrategie

So reiten Sie den Bullen

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Viele wollen noch unbedingt aufspringen

Die Aktienrally aus Mangel an Alternativen könne „noch eine ganze Weile anhalten“, meint sogar der notorisch pessimistische Vermögensverwalter Joachim Paul Schäfer von PSM in München. „Viele institutionelle Anleger stehen Gewehr bei Fuß, sie warten auf einen Rücksetzer, um etwas günstiger reinzukommen, wollen aber die nächste Dividenden-Saison im April und Mai unbedingt mitmachen.“ Sollte der Rücksetzer ausbleiben, würden sie nervös.

„Viele waren schon 2012 nicht dabei, als der Dax kräftig zulegte, jetzt wollen sie unbedingt noch aufspringen“, sagt Hendrik Leber vom Fondsanbieter Acatis.

Droht da schon die nächste Blase? „Die Euro-Krise ist nur besänftigt, nicht behoben; ein Rückschlag ist daher jederzeit möglich“, sagt Reiner Sachs, Vorstand Shareholder Value AG. Doch auch er bleibt optimistisch: Durchaus denkbar sei zum Beispiel, „dass die Weltwirtschaft und damit die Unternehmensgewinne 2013 positiv überraschen und die vorausgelaufenen Kurse einholen“, so Sachs. Auch das wäre nicht das erste Mal, meint der Fondsmanager, „ex ante sind Haussen nie erkennbar“.

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Warum der Dax weiter steigen wird und welche Aktien ein Kauf sind.

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Auch 1980, 1994 und 2003 entstanden langjährige Haussen aus damaliger Sicht quasi aus dem Nichts. Im Nachhinein stellte sich aber stets heraus, dass die Börse die sich abzeichnende Erholung der Umsätze und Gewinne der Unternehmen nur vorweggenommen hatte.

So könnte es auch diesmal laufen. Immer mehr deutet darauf hin, dass China seine Wachstumsdelle von 2012 überwindet und wieder zur Lokomotive der Weltwirtschaft werden könnte. „Auch die USA könnten positiv überraschen“, meint Sachs. Am Dienstag etwa meldete der zuvor verlustreiche Aluminiumkonzern Alcoa überraschend für das letzte Quartal schon wieder Gewinne.

Die Rally könnte weiterlaufen. Selbst vorsichtige Anleger wie Schäfer und Dickemann meinen, dass „ein paar gute Aktien in jedes Portfolio gehören“. Einem Anleger, der noch gar nicht investiert sei, würde Dickemann „jederzeit, auch heute, zu rund einem Viertel Aktienanteil am Gesamtportfolio raten, je nach Alter und Risikoneigung“. Für eher vorsichtige Anleger böten sich breit streuende Fonds an, meint Anlage-Verhaltensforscher Beck, „in die man häppchenweise, aber regelmäßig investiert, am besten über einen Sparplan“.

So entschärften die Anleger die schwierige Frage nach dem richtigen Timing: Wer regelmäßig investiert, etwa jeden Monat für ein paar Hundert Euro, kauft mal teuer, mal eher günstig. Immerhin umgeht er den verbreiteten Impuls, immer erst zu kaufen, wenn die Kurse schon seit einer Weile gestiegen sind. Genau das tun normalerweise 90 Prozent der Anleger, so Beck. „Das an sich verständliche Zögern und Zaudern kostet die meisten ihre Rendite.“

Besser: konstant investieren, unabhängig von der aktuellen Nachrichtenlage. Für den ersten Schritt sei es nie zu spät, meint Reichel: „Das Diskriminieren einer ganzen Anlageklasse ist immer falsch; man braucht zu jeder Zeit eine Mischung aus Bargeld, Gold, Anleihen und eben auch Aktien.“

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  • 22.01.2013, 20:36 UhrBullenreiter

    Da habe ich doch heute Morgen meinen Augen nicht getraut ;-). Kennt da einer meine Tradingstrategie!? Ne ganz ohne Flax. Als Daytrader habe ich mehrere selbstentwickelte Strategien. Und am den Kindern einen Namen zu geben habe ich Sie wie folgt genannt:

    1. Den Bullen reiten (kurz: Bullennreiter)
    2. Den Bären töten (kurz: Bärentöter)
    3. Schlafende Hunde wecken (kurz: Schläfer)

    Na wenn da nicht einer geguttenbergt hat ;-))....

  • 22.01.2013, 12:30 Uhrinvestmentlegende

    Gar nichts.Ich gebe Ihnen Recht.Die Börse ist ein Schneeballsystem-"der letzte Blöde" zahlt,das war so, das ist so und wird immer so sein.Nur "Unbedarfte" glauben, jeder könne an der Börse, mit jeder Aktie gleich welcher Art,über Nacht und ohne eigene Anstrengung reich und (berühmt?) werden.

  • 21.01.2013, 22:14 Uhrdsfdfssdfsdf

    Hahahaha, schon wieder ein Werbungsartikel für "Wettscheine" die bald wertlos sind.
    FINGER WEG ! Die suchen jetzt verzweifelt dumme neue Mitspieler für ihr Schneeballsystem, weil sie genau wissen, das die Tage gezähtl sind, wenn nicht bald noch mehr mitspielen ! Und was bringen hohe Dividendenrenditen, wenn die Kurse um 30% fallen.

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