Anlagestrategie

So reiten Sie den Bullen

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Welche Aktien überraschen könnten

Yara hingegen verdient Geld vor allem mit Stickstoffdünger, der jedes Jahr aufs Feld gebracht werden muss. Zudem gelang den Norwegern im Dezember ein lukrativer Zukauf: Yara übernahm für 750 Millionen Dollar das brasilianische Düngemittelgeschäft des US-Agrarkonzerns Bunge. Den Deal finanzierte Yara aus dem freien Cash-Flow.

Wer etwas mehr riskieren möchte, kann auf bisher nicht von der Hausse erfasste Nachzügler setzen. Fraglos haben solche Aktienkäufe ein hohes Risiko, denn die Titel hinken nicht ohne Grund den Werten mit soliden Gewinnen, Bilanzen und Dividenden hinterher. „Dafür hätten sie einen Hebel, sollten sich die mittelfristig positiven Annahmen zur US- und China-Konjunktur bewahrheiten und der Risikoappetit der Anleger weiter steigen“, so Schäfer.

So legen die Deutschen ihr Geld an

  • Top 7

    Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

  • Top 6

    Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

  • Top 5

    Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

  • Top 4

    Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

  • Top 3

    Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

  • Top 2

    Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

  • Top 1

    Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die Supermarktkette Carrefour leidet wie fast alle französischen Aktien darunter, dass Investoren derzeit einen Bogen um das wachstumsschwache und verschuldete Land machen. Carrefour erzeugt jedoch mehr als 60 Prozent seiner Umsätze außerhalb Frankreichs und ist stark in Schwellenländern. Nach einem jahrelangen Ausverkauf an der Börse signalisiert der Kursverlauf eine Trendwende. Hintergrund könnte ein Strategiewechsel sein; das Management verabschiedet sich derzeit aus Ländern, in denen Carrefour nicht Marktführer ist, verkaufte zum Beispiel das Indonesien- und Malaysia-Geschäft; das soll der notorisch schwachen Gewinnmarge auf die Sprünge helfen. Gelingt dies, was durchaus realistisch ist, würde sich auch das derzeit relativ hohe KGV von rund 14 schnell verbessern.

Zu den heißesten Spekulationen im Dax gehören ThyssenKrupp. Eine Stabilisierung der Konjunktur käme dem zyklischen Stahlkocher natürlich zugute. Entscheidend ist aber, ob ThyssenKrupp seine Kapitallücken schließen kann, die von den Stahlwerken in Brasilien und den USA gerissen wurden. Wenn Thyssen das mithilfe von Beteiligungsverkäufen gelingt und die Konjunktur nicht wieder wegbricht, wird der Konzern überleben. Nun meldete der Konkurrent Arcelor-Mittal Interesse an den amerikanischen Stahlwerken an. Zunächst hieß es, die Inder wollten 3,5 Milliarden Dollar lockermachen. Ein konkretes Angebot liegt offenbar nur für das Werk in Alabama vor - über 1,5 Milliarden Dollar.

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Gelingt Thyssen die Finanzwende, wäre das purer Zunder für die Aktie: Angesichts von gerade mal zehn Milliarden Euro Börsenwert bei möglichen 40 Milliarden Jahresumsatz ist das Potenzial enorm.

  • 21.01.2013, 09:57 Uhr

    LaoTse sagt:
    einen Bullen reiten können heißt meist einen ganz bestimmten Bullen reiten.
    Deswegen kann man nicht jeden Bullen reiten, solange man nicht begriffen hat, dass jeder Bulle seinen Reiter anders reitet.

    KungFuTse sagt: Currywurst ohne Curry ist wie Bulle ohne Sonnenbrille.

    Man sieht: Rodeo ist nicht Bullenreiten, und Gleitcreme taugt nicht zur Hautcreme.

  • 21.01.2013, 10:06 Uhr

    Hat Markus Frick den Artikel unter Pseudonym verfasst?


    ---
    Ich bleib' bei meinen Griechenland-Anleihen, haha. Die hat der Gabor Steingart damals aufs Wärmste empfohlen.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handelsblatt-aktion-wir-kaufen-griechische-staatsanleihen/3426508.html

  • 21.01.2013, 18:32 Uhr

    Zitat: "Für eher vorsichtige Anleger böten sich breit streuende Fonds an"

    Wenn Sie das tun, dann machen Sie bitte einen großen Bogen um ausländische, thesaurierende Fonds bzw. ETFs. Bei diesen werden die thesaurierten Erträge doppelt besteuert, was sie erst beim Verkauf merken.

    Viele Anleger stellen beim Verkauf frustriert fest, dass die Kursgewinne beim Verkauf fast vollständig wieder abgezogen wurden. Die Zurückerstattung der zuviel gezahlten Steuern über das Finanzamt ist mühsam und erfolgt zudem zeitverzögert.

    Inwzischen werden viele Fonds/ETFs in Luxemburg aufgelegt. Sie erkennen Sie daran, dass die ISIN mit "LU" beginnt. Ich rate daher dringend von diesen Fonds/ETFs ab.

    Ausschüttende Fonds/ETFs sind aber unkritisch, egal wo sie aufgelegt wurden.

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