
FrankfurtDie Masse macht's. Das gilt mittlerweile auch für die Finanzierung von Start-ups. Da die Kapitalsuche bei einem Schwarm von Privatanlegern oft erfolgreicher ist als bei einer einzelnen Großbank, nutzen Unternehmensgründer zunehmend das sogenannte Crowdinvesting.
Über Plattformen im Internet können sich Investoren direkt an den jungen Unternehmen beteiligen. Bereits ab 100 Euro kann jeder zum Crowdinvestor werden, maximal 10.000 Euro dürfen angelegt werden. Eine Mehrheitsbeteiligung ist somit ausgeschlossen. Anleger müssen sich dafür lediglich auf den Portalen als Nutzer registrieren.
Seit Mitte des vergangenen Jahres gibt es in Deutschland mehrere Plattformen, auf denen sich die Start-ups präsentieren. Portale wie Seedmatch, Mashup Finance oder Innovestment bieten Schwarminvestments an. Je mehr Leute von einer Idee überzeugt sind, desto eher steht die Finanzierung eines Start-ups, und desto vielversprechender scheint das Projekt aus der Anlegerperspektive.
Auch wenn die Investoren kein direktes Mitspracherecht haben, stehen gerade kleinere Start-ups oft im regen Austausch mit ihren Geldgebern. Schließlich können sie von deren Kontakten und Ideen profitieren. Diese Schwarmintelligenz erinnert an die Herkunft des Crowdinvestings.
Ursprünglich kommt Crowdfunding nämlich aus der Künstlerszene. Freischaffende sammelten Geld für ihre Projekte ein und belohnten die edlen Spender mit CDs, Konzertkarten oder anderen Schmankerln. Im Bereich der Filmfinanzierung könnte das Modell in Zukunft ebenfalls eine große Rolle spielen.
Das Paradebeispiel: Der geplante Kinofilm zur TV-Serie Stromberg. Innerhalb von einer Woche investierten über 3000 Fans eine Million Euro in das Projekt. Wenn der Film in die Kinos kommt, sollen sie an den Verkaufserlösen beteiligt werden. Das ganze Geld kann verloren gehen.





