
DüsseldorfWarren Buffett hat einst gesagt, der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, sei, weil sie steige. Nimmt man den weltberühmten Investor aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska beim Wort, dann gibt es derzeit nicht viele Papiere, die man ordern sollte. Das gilt zumindest für solide Dividendenpapiere: für Nestlé beispielsweise, den Schweizer Nahrungsmittelkonzern oder BASF, das Chemie-Vorzeigeunternehmen aus Ludwigshafen.
Die Aktien beider Konzerne haben zuletzt ordentlich zugelegt. Die der Schweizer um rund 15 Prozent seit Jahresanfang; die der Deutschen um sogar 18 Prozent. Auf längere Sicht ist das Kursplus sogar deutlich größer – trotz Schuldenkrise in Europa und den Konjunktursorgen in aller Welt.
Delta Lloyd
Otte: sehr günstige holländische Versicherung mit wenig Exposure in Südeuropa.
Alcatel-Lucent
Otte: spottbillig; allerdings muss sich das Unternehmen fangen. 100 - 200 Prozent Potential.
Fuchs Petrolub
Otte: Fair bewertet mit Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15; aber sehr gutes Unternehmen. Langfristige Renditeerwartung: + 10%
Salzgitter
Otte: Zykliker und damit sehr anfällig bei Konjunkturschwankungen. Dank der Cash-Reserven aber extrem günstig.
Novartis
Otte: Sichere Aktie, moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis (11), großzügige Dividendenrendite (4%).
Energias des Portugal
Otte: Kurs bei knapp zwei Euro. Im Bieterverfahren Ende letzten Jahres hat das chinesische Unternehmen Three Gorges 3,45 Euro je Aktie bezahlt. Insgesamt haben die Chinesen sich 21 Prozent der Anteile gesichert.
Berkshire Hathaway
Otte: Dank eines Rückkaufangebots Buffetts lediglich knapp über Buchwertgehandelt. Potential 30 Prozent. Festgeldersatz
Enel
Otte: breit aufgestellter Versorger, spottbillig wie der Italienische Markt.
OMV
Otte: Unter Buchwert gehandelt, KGV bei sechs, Dividendenrendite 4,5 Prozent.
Nestlé
Otte: sicherste Aktie der Welt, derzeit fair bewertet.
Fragt man die Profis, Vermögensverwalter und Fondsmanager etwa, nach ihren Lieblingsaktien, dann lohnt es sich nicht, auf Nestlé oder BASF zu wetten. Denn diese beiden Unternehmensnamen werden garantiert fallen, das ist beinahe so sicher wie das Amen in einer katholischen Kirche; die Wettquoten wären entsprechend miserabel.
Zu den häufig genannten zählen übrigens noch Volkswagen, Fresenius, Danone oder Henkel. Die meisten Analysten stellen diesen Konzernen ein tadelloses Zeugnis aus. Weil viele Investoren so denken, und diese Aktien in den vergangenen Wochen und Monaten gekauft haben, sind die Kurse gestiegen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, so einfach ist es an der Börse. Auch wenn so mancher Kurssprung lieber mit einer neuen Studie oder Chartsignalen erklärt wird.
Die Zahl derer, die noch kaufen wird, ist also entsprechend kleiner geworden; und die Gefahr, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zu Korrekturen kommen wird, größer.
Deshalb haben wir eben nicht nach den Favoriten und Lieblingen gefragt, sondern nach denen, über die man eigentlich nicht so gerne redet – über die Schmuddelkinder, auch wenn diese Bezeichnung ein bisschen gemein ist. Gemeint sind jene Unternehmen, denen es derzeit nicht allzu gut geht, die, im schlimmsten Falle, gar ums Überleben kämpfen. Kurzum: Die Frage, die wir den Vermögensprofis, mit denen wir in den vergangenen Wochen gesprochen haben, stellten, lautete: Was sind derzeit die „heißesten“, weil riskantesten Aktien an der Börse? Jene Papiere, mit denen Anleger alles verlieren, aber eben auch sehr viel gewinnen können.

Ich verfolge ähnliche Strategien schon länger. Das Risiko der Aktien kann kostenlos unter www.rating-index.com eingesehen werden. Es gibt noch viel mehr Auswahl an Aktien mit der sich jede Strategie abbilden lässt. Aber das Risiko sollte man in etwa kennen.






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