
Vorzugsaktien sind oft ein Ärgernis für Aktionäre. Denn sie besitzen keine Stimmrechte und dienen häufig dazu, einem Kern von Altaktionären die Macht zu sichern. Greenlight Capital, eine US-Investmentfirma, sieht es aber anders: Das Unternehmen drängt Apple, Vorzugsaktien auszugeben.
Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.
Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
In einer Presseerklärung fordert es die Aktionäre auf, gegen einen Vorschlag der Verwaltung in der Hauptversammlung zu stimmen, der die Ausgabe von Vorzugsaktien erschweren würde. Der Grund: Vorzugsaktien bieten im Vergleich zu Stammaktien eine höhere Dividende. Mit diesen Papieren könnte Apple daher einen Teil seines hohen Barvermögens an ausschütten, meint Greenlight. Ein interessanter Vorschlag. Aber warum nicht einfach mehr auf die Stammaktien ausschütten?
Die Forderung von Greenlight zeigt aber einen wichtigen Trend: Die Aktionäre wollen Geld sehen. Sie sind nicht mehr mit Versprechungen und Hoffnungen auf steigende Aktienkurse zufrieden. Besonders bei Apple, wo der hohe Kursanstieg ja längst vorbei ist. Aber auch mit Blick auf den breiten Markt sehen viele Investoren offenbar keine großen Kurschancen mehr. Deswegen wollen sie wenigstens Ausschüttungen haben, um Aktien die Treue zu halten. Dieser Trend ist schon seit Anfang des Jahres im Gespräch.

Alle Musterdepots, ob konservativ, spekulativ oder ausgewogen, bewegen sich im Bereich äußerst bescheidener und zudem ungesicherter Renditen. Denn die Akteure begingen und begehen fatale Anfängerfehler, vom simplen Schönrechnen über nutzloses Abwarten bis hin zu trotzhaftem Hoffnungsdenken. Das bringt offensichtlich nichts ein, daran verdienen nur die Banken. Nun gut, nichts ist so unnütz, daß es nicht noch als schlechtes Beispiel dienen könnte. In diesem Sinne: Weiter so!

Geld arbeitet, die Erde ist eine Scheibe, 1+1=10E6 und die Kinder, die wir nicht haben, arbeiten es dann ab. Frau Leitel, Frau Schwarzer, Herr Wiebe - Sie haben's kapiert! Großartig, zukunftsträchtig, gamechanching. Dank und Gratulation, Wrtlbrnft






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