Anlagestrategie

_

Drei Strategien, drei Depots: Angst vor der Privatanlegerfalle

Dow Jones auf Allzeithoch, Dax auf Rekordkurs: Am Dienstag herrschte Kauflaune an den Börsen. Nicht jedoch bei unseren Musteranlegern. Sie hielten sich zurück – auch aus Angst vor einem baldigen Einbruch der Märkte.

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt
Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Für mich spielt am Mittwoch Henkel die Hauptrolle. Der Düsseldorfer Konzern legt seine Ergebnisse für 2012 vor. Zuletzt hatte sich Firmenchef Kasper Rorsted zuversichtlich gezeigt, die Ziele für das vergangene Jahr zu erreichen.

Anzeige

Die Frage ist aber, ob das der Börse genug ist – und wie die weitere Entwicklung eingeschätzt wird. Auch hoffen manche darauf, dass Rorsted die Dividende von zuletzt 0,80 Euro je Vorzugsaktie aufstockt.

Kerstin Leitel

  • Die Redakteurin

    Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

  • Die Strategie

    Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für mich hat sich die Investition in Henkel jedenfalls gelohnt: Seit dem Kauf Ende November ist die Aktie um über elf Prozent gestiegen und damit zum Spitzenreiter in meinem Depot aufgestiegen. Hätte ich etwas mehr Geld investiert, würde sich das auch stärker in der Gesamtperformance niederschlagen. Aber das ist eben der Preis dafür, dass man nicht so stark ins Risiko geht.

Zum Vergrößern bitte anklicken.
Zum Vergrößern bitte anklicken.

Daneben stehen am Mittwoch mehrere Konjunkturdaten auf der Agenda, etwa die Daten zum EU-Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 und die Auftragseingänge der US-Industrie im Januar. Zudem veröffentlicht ADP den Arbeitsmarktbericht für die USA. Die Daten gelten als Indiz dafür, wie die offiziellen Zahlen am Freitag ausfallen und werden von den Investoren üblicherweise genau unter die Lupe genommen.

  • 05.03.2013, 22:42 Uhrkarl_arsch

    Also es zeugt nicht gerade von Aktien/Börsensachverstand, wenn man in der Zeit von November 2012 bis Anfang März 2013 schlappe 2,48% - 6,49% Plus verzeichnen kann, während der DAX im gleichen Zeitraum (05.11. - 05.03.) ca. 6,7% zugelegt hat.
    Kritik muss sein!

  • 05.03.2013, 23:00 UhrSapere_aude

    Ich bin unbedingt dafür, dass man diese unsägliche Serie einstellt.
    Es geht überhaupt nicht, dass Journalisten einerseits im Markt investiert sind - und sei es auch nur pro forma oder als sogenanntes "Musterdepot" - und gleichzeitig Marktberichterstattung betreiben.
    Das sollte sich die Redaktion bitte noch einmal gründlich überlegen.

    Es gab Zeiten, da wäre das ein klarer Fall für den Deutschen Presserat gewesen, aber offenbar nimmt niemand mehr so recht das Handwerk und das Ethos des Berufes ernst.
    Das ist umso bemerkenswerter, als ja gerade im Handelsblatt immer gerne auch die Moralkeule geschwungen wird.

    Dass die Performance unter aller Sau ist, spielt dabei keine Rolle.
    Es geht um den Anstand des Journalismus. Denn alle drei Redaktionsmitglieder wollen sich ja wohl ganz sicher nicht als Trader oder Vermögensverwalter unter Beweis stellen, sondern als Journalisten.
    Sie vom Handelsblatt würden es ja sicherlich auch nicht gerne sehen, wenn etwa im Fußball ein Schiedsrichter gleichzeitig Reporter und ein Reporter gleichzeitig Schiedsrichter wäre, oder?

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen