Anlagestrategie

Eine Woche im Zeichen der Euro-Krise

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Chinesen verbinden Handeln mit Ruhe und Verstand

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt
Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

In China hat das Jahr der Schlange begonnen. Mit dem Tierkreiszeichen verbinden Chinesen „Handeln mit Ruhe und Verstand“ - eigentlich keine schlechten Voraussetzungen für den Aktienmarkt. Es heißt, dass die Menschen in solchen Jahren optimistischer werden.

Es wäre nicht schlecht, wenn das auch über die Grenzen Chinas hinaus die Investoren beeinflusste - zumal es einige Faktoren gibt, die in den kommenden Wochen für Unruhe sorgen könnten, etwa die bevorstehenden Wahlen in Italien oder der Haushaltsstreit in den USA.

Kerstin Leitel

  • Die Redakteurin

    Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

  • Die Strategie

    Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch die europäische Schuldenkrise ist zuletzt wieder etwas stärker in den Vordergrund gerückt. Wie es in der Euro-Schuldenkrise weitergeht, dürfte am Montag und Dienstag beim Treffen der Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel Thema sein.

Auf der Tagesordnung dürfte auch die Diskussion um den Wechselkurs des Euro stehen, die zuletzt insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland geführt wurde. Daneben stehen am Montag jedoch keine wichtigen Daten an, der Start in die Woche könnte also ruhig von statten gehen. 

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In der vergangenen Woche hatte der Dax über zwei Prozent verloren, trotz Kursgewinnen am Freitag. Der größte Verlierer in Deutschlands erster Börsenliga war übrigens die Commerzbank. Die Bank legt am Freitag ihre Zahlen vor und hatte bereits angekündigt, im vierten Quartal einen Verlust von 700 Millionen Euro erzielt zu haben.

Belastet wurden sowohl das Schlussquartal als auch das Gesamtjahr 2012 durch Abschreibungen auf Steueransprüche und den Verkauf der Bank Forum. Diese Nachrichten hatten die Aktie auf Talfahrt geschickt. Vor den Ergebnissen der Commerzbank am Freitag haben die Investoren aber noch andere Ergebnisse zu verarbeiten, etwa die von Thyssen-Krupp am Dienstag.

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  • 11.02.2013, 10:52 UhrHopfen_und_Malz

    "Jessica Schwarzers Gewinne schmolzen dahin."
    Wie das so ist bei prozyklischem Investieren. Jetzt verstanden, warum nachlesen ohne selbstdenken schadet?

  • 11.02.2013, 08:40 UhrLife_is_good

    Was haben diese Beiträge mit dem Artikel zu tun?

    Ich frage mich immer noch, für was diese Depotrubrik gut sein soll. Es wird vermittelt, dass man als Anleger unbedingt aktiv mit einem Auge ständig auf den Markt schielend unterwegs sein muss. Wenn ich langfristig anlege, z.B. zur Altersvorsorge mit Zeithorizont 20-30 Jahre, dann muss ich mir dieses jeden Tag nachgucken, was Facebook oder die Commerzbank gemacht haben nicht antun. Ich kann dann einfach leben und mich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu wenden. Ansonsten werde ich ja zum Sklaven meines Geldes und richte meine Emotionen nach dem täglichen Auf und Ab der Kurse aus.

    Und für professionelle Trader oder institutionelle Anleger mit kurzfristigem Horizont ist die Vorgehensweise eher amateurhaft (isch hab da nen heissen Tip bekommen...).

    Liebe Leute, lebt eher Leben, denn es ist das einzige, was Ihr habt. Zeit und nur Zeit (nicht Gold etc) ist das wertvollste Gut auf Erden und unersetzbar.

  • 10.02.2013, 23:15 UhrGoldfreund

    @Eddie
    Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Wertspeicher, denn nur Gold und Silber erfüllen die MINDESTeigenschaften von Geld:
    fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln u. Papiergeld),
    ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen),
    selten und nicht beliebig vermehrbar (im Gegensatz zu Papiergeld = Scheingeld),
    leicht transportierbar (im Gegensatz zu Immobilien)
    und sogar auch noch steuerfrei erwerbbar (aber nur Gold).

    (Anonymes) Gold ist Freiheit von:
    Einkommensteuer
    Erbschaftssteuern
    Vermögenssteuern
    Zwangsanleihen
    Rentenkassen
    Solidaritätszuschlägen
    Ex-Ehepartnern
    Arbeitsagenturen
    Konkursverwaltern
    Gerichtsvollziehern

    Gold ist unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner Institution oder irgendeines Staates,
    schützt damit vor der entfesselten Luftgeldpumpe, wird weltweit akzeptiert; und und und....

    Gibt es denn auch nur einen Staat, der einen Tilgungsplan für die aufgetürmten Schulden hat?

    "Wenn der Staat Pleite geht, ist natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger" (Carl Fürstenberg, deutscher Bankier, 1850-1933)
    ( deswegen werden sie m.E. ja auch Staatsbürger genannt!)
    "Man muß wählen, ob man der Stabilität des Goldes oder der Ehrenhaftigkeit und Intelligenz der Regierungen vertraut.
    Bei allem Respekt vor diesen Herren - ich empfehle Gold"
    (George Bernard Shaw, 1856 - 1950)

    „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null!“ (Voltaire, französischer Philosoph)

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