Anlagestrategie

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Drei Strategien, drei Depots: Das rote Minus dominiert alle Depots

Solange der Dax sich nicht erholt, hält unsere konservative Anlegerin die Füße still. Im spekulativen Depot sorgt ein Indexfonds auf griechische Aktien für kleine Zuwächse, unterm Strich steht aber auch hier ein Minus.

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt
Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Griechenland, die drohende Fiskalklippe in den USA und die Proteste in Europa gegen die Sparprogramme drücken die Stimmung an den Finanzmärkten. Noch immer hat es der Dax nicht geschafft, Boden gut zu machen. Zwar konnten zuletzt einzelne Titel wie etwa Infineon zulegen, doch das ist für mich noch kein Grund, weiter einzusteigen.

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Infineon ist schließlich kein Wert, der in einem konservativen Portfolio einen festen Platz einnimmt. Aber dass Eon und RWE nach den heftigen Kursverlusten am Dienstag auf der Verliererseite kleben, überrascht mich schon etwas. Auch K+S hat sich noch immer nicht berappelt und fällt weiter. Aber für mich ist das umso besser: Hat sich meine Skepsis doch ausgezahlt – zumindest heute.

Das konservative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.
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Skeptisch sind offenbar auch viele andere Investoren. Die Umsätze am deutschen Aktienmarkt sind nicht sehr hoch. Und auch die Wall Street schlägt keine klare Richtung ein. Am liebsten würde ich mein Restgeld auf einem Tagesgeldkonto parken, dann könnte man wenigstens eine Mini-Rendite verbuchen. Aber das geht nicht. Und so bleibe ich erst einmal auf meinem Bargeldberg sitzen und warte auf bessere Zeiten.

Kerstin Leitel

  • Die Redakteurin

    Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

  • Die Strategie

    Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

  • 17.11.2012, 09:07 UhrGoldfreund

    Nach meiner Beobachtung schreibt das Handelsblatt traditionell gegen Gold. Man lauert geradezu auf jeden kleinen Rücksetzer, der dann mit hämischen Überschriften, wie z.B "Gold verliert seinen Glanz" usw. kommentiert wird. Tatsache ist jedoch; Gold hat in den letzten 10 Jahren über 300% (in Euro) zugelegt.
    Vergleichen Sie das ruhig mal mit den Minusstrategien der HB "Experten/innen"

  • 15.11.2012, 15:03 UhrUn_persoenlich

    Das EON-Kaufargument, wonach ein Titel steigen muß, nachdem er kräftig gefallen ist, konnte ich schon am Dienstag nicht nachvollziehen. Denn für den Kursverfall gab es Gründe, die weiterhin bestehen. Als warnendes Beispiel möge die Commerzbank dienen: von 20 -> 1,30 €, ohne jede Chance auf Erholung. Achso nee, schlechtes Beispiel, die CoBa hat Jessi ja auch im Depot, mit gleicher Fehlargumentation.

  • 15.11.2012, 12:57 UhrMary

    vielen Dank, muunoy. Osteuropa ist allerdings groß und klein. Und ja, Risikoklassen gibt es auch. Dennoch würde ich als Aktienbesitzer im Ernstfall einen Stopp-Loss setzen oder die inneren Werte eines Fonds genau beobachten. entscheidend sind auch die Umsätze an den Börsen, den veröffentliche Meinung und öffentliche Meinung sind nicht dasselbe

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