
Die Nervosität an der Börse nimmt spürbar zu. „Die Euro-Krise ist zurück“, hieß am Mittwoch mal wieder. Als ob sie jemals weggewesen wäre. Sie wird verdrängt, ob bewusst oder unbewusst, aber weg ist sie nicht. Sie begleitet uns; wahrscheinlich noch Jahre lang.
Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.
Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
Aktuell sorgten sich die Börsianer mal wieder um die politische Stabilität in den südeuropäischen Schuldenstaaten. Die andauernden Korruptionsvorwürfen gegen den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und das Wiedererstarken der Berlusconi-Partei in Italien – Ende Februar wird in Italien gewählt – lässt die Zweifel der Anleger wachsen.
Das Ergebnis: Der Dax schmierte ab – schon zum zweiten Mal in dieser Woche. Dieses Mal hat es aber mein Depot zum Glück nicht erwischt. Unterm Strich hat es sich so gut wie nicht bewegt. An schwachen Börsentagen wohl eine gute Nachricht.
Auch bei Einzelwerten fiel nur die Commerzbank auf. Für die Aktionäre von Deutschlands zweitgrößter Bank war gestern kein guter Tag, wieder einmal. Mein Plus schnurrt damit weiter zusammen, aber ich hoffe auf bessere Tage.
Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Wenn Sie bei 14000 im Dow nicht verkaufen -wann dann? Wenn er wieder auf 6800 einbricht,wie in 09?

"In der letzten Zeit hatte die Börse sich schneller bewegt als die reale Wirtschaft. Sie ist vorausgelaufen - ein klassisches Muster - und kommt daher vielleicht auch eher an ihre Grenzen."
Haha! Das ist dermaßen untertrieben, das es nur noch lächerlich klingt! Man sollte nicht vergessen, das der Kapitalmarkt bzw. das weltweite Kapitalvolumen min. das 40-fache der Realwirtschaft entspricht! Seit Super-Draghi wohl eher dem 50-fachen! Wer das nicht als problematisch ansieht hat keine Ahnung was Geld ist bzw. wie die Wirtschaft funktioniert! Es kann nur irgendwann wieder in einer Weltwirtschaftskrise enden! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche! Aber immer schön nach dem Motto: Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt!






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