Anlagestrategie

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Drei Strategien, drei Depots: Die guten Zeiten fürs Depots können kommen

Die Aktionäre wollen Geld sehen, weiß unser Autor Frank Wiebe. EZB-Präsident Mario Draghi hat ihnen heute zumindest eine Kurserholung beschert. Die Papiere einer Autorin stagnierten zuletzt – das könnte sich nun ändern.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola
Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Ein Thema beschäftigt die Finanzwelt mal wieder besonders intensiv: der Euro. Nicht dass Europas Währung schon wieder vor dem Zusammenbruch stünde. Im Gegenteil: Diesmal ist das Problem, dass der Euro auf wundersame Weise wiedererstarkt ist.

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Der Euro hat in den vergangenen Monaten gegen alle wichtigen Währungen der Welt gewonnen. Gegen den Dollar legte er in sechs Monaten mehr als acht Prozent zu. Gegen das britische Pfund gewann er im selben Zeitraum mehr als sieben Prozent. Und wem das noch nicht genug ist, der muss nur nach Japan schauen: Rund 23 Prozent hat Euro gegen den Yen gewonnen.

Jessica Schwarzer

  • Die Redakteurin

    Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

  • Die Strategie

    Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Problem: Die Aufwertung belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Zone. Nicht ausgeschlossen, dass der Euro noch ein wenig weiter steigen wird. Aber ich denke, dass die EZB über kurz oder lang gegensteuern wird, auch wenn Draghi öffentlich etwas anderes sagt. „Grundsätzlich verfolgen wir kein Wechselkursziel“, sagte der EZB-Präsident heute nach der Ratssitzung.

Im Nachsatz betonte er allerdings, dass der Wechselkurs für Konjunktur und Preisstabilität sehr wohl von Bedeutung sei. Bald wird es wohl Zeit, auf einen fallenden Euro zu setzen. Schon während Draghi redete fiel der Euro um ein Prozent – unter 1,34 Dollar.

  • 07.02.2013, 20:32 UhrWrtlbrnft

    Geld arbeitet, die Erde ist eine Scheibe, 1+1=10E6 und die Kinder, die wir nicht haben, arbeiten es dann ab. Frau Leitel, Frau Schwarzer, Herr Wiebe - Sie haben's kapiert! Großartig, zukunftsträchtig, gamechanching. Dank und Gratulation, Wrtlbrnft

  • 08.02.2013, 09:16 UhrHopfen_und_Malz

    Alle Musterdepots, ob konservativ, spekulativ oder ausgewogen, bewegen sich im Bereich äußerst bescheidener und zudem ungesicherter Renditen. Denn die Akteure begingen und begehen fatale Anfängerfehler, vom simplen Schönrechnen über nutzloses Abwarten bis hin zu trotzhaftem Hoffnungsdenken. Das bringt offensichtlich nichts ein, daran verdienen nur die Banken. Nun gut, nichts ist so unnütz, daß es nicht noch als schlechtes Beispiel dienen könnte. In diesem Sinne: Weiter so!

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