Anlagestrategie

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Drei Strategien, drei Depots: Europäische Aktien sind eine gute Anlage

Jürgen Röder verfolgt eine scheinbar widersprüchliche Strategie. Georgios Kokologiannis legt sein Geld lieber nicht in China an. Kerstin Leitel kommt beim Blick in ihr Depot ins Grübeln. Unsere Musterdepots.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola
Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Mit dem Kauf von zwei unterschiedlichen Bonuszertifikaten auf den Dax habe ich wie angekündigt ein neues Basisinvestment innerhalb meines Depots getätigt. Das besteht aus einem Bonusprodukt (WKN: UA5CA6) , das von steigenden Dax-Kursen profitiert, und einem Reverse Bonuszertifikat (WKN: TB58QZ), das bei fallenden Dax-Notierungen steigt. Das hört sich widersprüchlich an. Doch das Ergebnis beider Produkte zusammengenommen ist: Solange während der gesamten Laufzeit bis Ende Juni 2014 der Dax innerhalb der Spanne von 7000 auf der Unterseite und 9900 Zählern auf der Oberseite bleibt, erziele ich eine Jahresrendite von rund 10,5 Prozent. Und ich kann jederzeit – auch bei einer Baisse – ohne nennenswerte Verluste aussteigen, da die Notierungen der beiden Produkte theoretisch konträr verlaufen.

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Jürgen Röder

  • Die Strategie

    Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

  • Der Redakteur

    Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In der Praxis ist das zwar ein wenig anders, weil die Kurse unter anderem auch von der erwarteten Schwankungsbreite (Volatilität) des Dax beeinflusst werden. Wichtig bei der Auswahl der Produkte ist, dass die jeweilige Laufzeit gleich ist und die Schwellen (fast) identisch sind. Und das Verhältnis muss stimmen. Der Nachteil: Falls es zu einer neuen Dax-Hausse kommt und der Dax schnell auf die Marke von 9900 Zählern zusteuert, muss ich mit leichtem Verlust verkaufen.

Jürgen Röder Das spekulative Depot

Einzelwerte und Performance im Detail.

Die beiden Produkte werde ich nur im Paket veräußern. Eventuell schon auch während der Laufzeit, falls ich - nach Transaktionskosten gerechnet - eine zweistellige Rendite pro Jahr realisieren kann oder der Bruch einer Schwelle droht. Ziel der Transaktion ist es, eine stetige Rendite unabhängig von der Marktentwicklung zu erzielen. Über die Entwicklung der beiden Produkte werde ich regelmäßig berichten. Das erste derartige Basisinvestment, dass ich Anfang Juni gekauft hatte, konnte ich sechs Wochen später mit einer umgerechneten Jahresrendite von knapp 15 Prozent nach Transaktionskosten verkaufen.

  • 25.07.2013, 09:23 UhrMusterdepot_spekulativ

    Lieber Leser Arthur-Dent,
    danke für Ihre Mail. Ich nehme Ihre Anregung gerne auf und werde künftig nicht nur die Jahresrendite beziffern, sondern auch die absolute Rendite oder den absoluten Betrag nach Transaktionskosten. Das ist besser.
    Beste Grüße Jürgen Röder

  • 24.07.2013, 23:37 UhrArthur-Dent

    @Fr. Leitel: Der Artikel ist geradezu ein schulbuchmäßiges Beispiel für "confirmation bias".

  • 24.07.2013, 23:33 UhrArthur-Dent

    @Herr Röder: Schon wieder so ein bedruckender Verkauf des HB-Teams? 15% Jahresrendite sind nach 6 Wochen 1,875 % absoluter Rendite. Damit treten Sie wirklich in die Fußstapfen Ihrer Vorgängerin.

    Schade, strategisch fand ich Ihren Ansatz nämlich eigentlich gefällig und passend zu einem eher spekulativ ausgerichteten Musterdepot. Von daher fällt mir schwer zu glauben, das auch Sie sich von "hohen" Jahresrenditen beeindrucken lassen. Wenn Sie im Rechenbeispiel schon nach einer Woche mit 90 % Jahresrendite verkaufen hätten können, wären es absolut trotzdem nur 1,875 % geblieben.

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