Anlagestrategie

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Drei Strategien, drei Depots: Gewinnen mit Gerüchten

Zahlreiche Gerüchte sorgten zuletzt für Bewegung an den Märkten. Auf deren kurzfristigen Effekt zu spekulieren, könnte in nächster Zeit eine lukrative, wenn auch spekulative Idee sein. Gründe dafür gibt es einige.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola
Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Das Schema ist stets das gleiche. Am Anfang steht eine Äußerung, die bedacht oder unbedacht gemacht wurde und die Märkte in Aufregung versetzt.

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Am Dienstag so geschehen beim chinesischen Computerkonzern Lenovo. Dessen Chef Yang Yuanqing hatte in einem Zeitungsinterview erneut sein Interesse am angeschlagenen kanadischen Smartphone-Hersteller Blackberry durchklingen lassen. Sofort ging dessen Aktienkurs steil nach oben, konkret um 14 Prozent. Auch wenn Analysten weiter skeptisch sind, so bleibt doch eines. Ein Gerücht, das in der Welt ist und dort seine Wirkung entfaltet.

Jessica Schwarzer

  • Die Redakteurin

    Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

  • Die Strategie

    Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Davon gab es in den vergangenen Wochen und Monaten genügend. Auf deren kurzfristigen Effekt zu spekulieren, könnte in nächster Zeit eine lukrative, wenn auch spekulative Idee sein. Gründe dafür gibt es zuhauf. Die Unternehmen haben vielmals jede Menge Geld in der Kasse, mit dem sie genauso große Schwierigkeiten haben, es vernünftig anzulegen, wie Privatanleger.

Weil auf der Gegenseite weiterhin etliche Unternehmen stehen, die – siehe Blackberry – Geld nötig haben, kommt somit häufig das eine zum anderen. Dass dabei mehr als einmal schon eine vage Ankündigung oder Idee die Kurse treibt, liegt in der Natur der Sache. Zum spekulativen Depot

  • 13.03.2013, 07:15 UhrInsider

    In der Spitze verloren die Cobapapiere runde 8,5% im Xetra-Handel( von 1,497- auf 1,367).Das alles passierte plötzlich,innerhalb von Minuten und unter hohen Umsätzen.
    Kein gutes Zeichen für deren Aktionäre.Vor allem, da dies nicht dementiert wurde.So ging bisher jede KE los,ob Coba oder dt.Bank.Erst große Verluste,schnell und mit hohen Umsätzen,dann kein Dementi der Führung-zum Schluß KE.Den noch Investiereten kann nur der gute Ratschlag gegeben werden,möglichst schnell zu verkaufen.Denn meistens sind solche Kursverluste erst der Anfang und nicht das Ende der Fahnenstange.

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