
„Buy on bad news“, dachten sich am Freitag wohl viele Börsianer und haben bei der Aktie der Commerzbank zugegriffen. Medienberichte über einen Jobkahlschlag hatten am Morgen die Runde gemacht.
Die zweitgrößte Bank Deutschlands werde wohl 6.000 Stellen streichen, hieß es. Die Streichung von 6000 Stellen entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent. Ein ganz schöner Kahlschlag.
Bei den Anlegern kamen die angeblichen Sparpläne aber gut an. Die Aktie stieg an die Dax-Spitze. Innerhalb eines Monats hat das Papier nun rund 15 Prozent zugelegt, der Dax um die zwei Prozent.
Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.
Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
Seit ich die Aktie gekauft habe, hat sie sogar fast 25 Prozent zugelegt und ist damit auch mein bester Kauf. Aber natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass Commerzbank-Aktien immer noch eine ganz heiße Wette sind. Staatsanteil hin oder her, ob die Bank die Wende schafft und sich das Papier auch nur halbwegs auf Vorkrisenniveau erholt – 2008 hat die Aktie immerhin mehr als 20 Euro gekostet –, ist alles andere als sicher.
Aber ein bisschen aufwärts gehen sollte es noch. Vielleicht ja sogar auf mehr als zwei Euro. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt, auch die der Leid geprüften Commerzbank-Aktionäre.

Was noch hilfreich wäre, um die Performance besser ein zu schätzen, wäre die Berücksichtigung des Startkapitals. Dann könnte man auch verfolgen, ob nicht durch Verkauf der Verlustbringer nur die Depot-Bilanz geschönt wurde, tatsächlich aber Vermögen vernichtet.

@ herr wiebe
Ihr virtuelles Depot soll ausgewogen sein: Denken Sie im Februar über die Branchenallokation nach
Sie haben keinen Profit. Es ist sachlich ein Buchgewinn
Sehen Sie den 10-Jahreschart von SAP nach und vergleichen ihn mit anderen Anteilsscheinen derselben Branche: Entweder auswechseln oder besser andere Branche

@..frau jessica schwarzer
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......BÖRSENWEISHEIT..........
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BUY ON BAD NEWS - SELL ON GOOD NEWS
KAUFE BEI SCHLECHTEN - VERKAUFE BEI GUTEN NACHRICHTEN
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das sprichwort besagt, man soll gegen den strom schwimmen
und das gegenteil dessen zu tun, was die masse macht.
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schlechte nachricht ...fallende kurse = KAUF
gute nachrichten.......steigende kurse = VERKAUF
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am freitag hatten wir bei der commerzbank gute
nachrichten kostensenkungen wegen personalabbau
und steigende kurse.
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also ..
frau schwarzer, die börsenregel
leider falsch angewandt........
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