
Das Thema Italien hat am Montag auch die Börsianer in den USA beschäftigt. Auftrieb gab dabei die Hoffnung, eine Mitte-Links-Koalition könnte die Regierung übernehmen. Denn Berlusconi steht bei den Investoren für finanzielles Chaos. Und bei näherer Betrachtung wäre Mitte-Links vielleicht sogar besser, als es ein starker Mario Monti gewesen wäre. Denn Monti hat sich zwar viel Respekt erarbeitet, international und auch im eigenen Land, zugleich gilt er aber als „Abgesandter“ Deutschlands, Paul Krugman bezeichnete ihn in seiner Kolumne für die New York Times am Montag als „Proconsul“ Berlins.
Die historische Erfahrung zeigt, dass linke Regierungen sich manchmal leichter mit schmerzhaften Reformen tun - weil sie die Konkurrenz von links nicht fürchten müssen. So haben zum Beispiel die Sozialisten Spanien nach der Franco-Zeit einer Art Rosskur unterzogen. Und in Deutschland war es ja auch eine SPD-geführte Regierung, die mit der Agenda 2010 Reformen angestoßen hat, die inzwischen sogar von der CDU-Kanzlerin Angela Merkel gelobt werden.
Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.
Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
Es besteht also Hoffnung, aber was in Italien wirklich passiert, war bei Abfassung dieses Kommentars doch noch sehr unklar. Krugman hat jedenfalls wieder die "nördlichen" Europäer, also vor allem Deutschland, für ihre Politik gegenüber dem Süden gegeißelt. Seiner Meinung nach tragen sie eine große Mitverantwortung nicht nur für die wirtschaftlichen, sondern auch für die politischen Probleme im Süden, weil sie den schwachen Ländern eine Sparpolitik aufgezwungen haben, die nicht funktioniert.
Aus Sicht der Börsen, und Krugman schreibt nicht zufällig für eine New Yorker Zeitung, wäre es freilich bequem, wenn die Europäer ein bisschen mehr Geld drucken und weniger sparen würden, oder wenn die starken Euroländer noch mehr Kreditpakete absichern würden. Die Probleme, die dadurch entstehen, sind eher mittel- und langfristiger Natur - das heißt also, sie interessieren die Wall Street nicht wirklich.

"Das Auf und Ab an der Börse ... das beschäftigt mich seit Jahren."
Wenn Sie so weitermachen, wird Sie das auch zukünftig beschäftigen.
Merke: eine Achterbahn fährt zuerst hoch, dann wieder runter und kommt am Schluß genau da an, wo die Fahrt begonnen hat.
Siehe CoBa, siehe Banken. Siehe Depot.

Hallo liebe Frau,
Schnee von vor 3 Stunden,
Schade für Sie ich war short!
Mit Gruss
r.Riedl






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