
Die Börsianer hatten große Hoffnungen in Mario Draghi gesetzt. Und zumindest einigen Investoren gefiel, was der EZB-Chef sagte: Er erwarte eine Konjunkturerholung im späteren Jahresverlauf, während die Gefahr einer Inflation gering sei – was es der Notenbank erlaube, an den rekordniedrigen Zinsen festzuhalten. Die Konjunkturschwäche werde „nur zu Anfang” des Jahres anhalten, erklärte er. Der Euro fiel daraufhin zurück, während sich die Kurse am Aktienmarkt erholten.
Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.
Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
„Am Markt spekulieren einige, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik möglich sein könnte“, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg laut Reuters. „Wir sehen aber trotzdem noch keine Hinweise darauf, dass die EZB schon in der nächsten Sitzung die Zinsen senken wird“, betonte er.
Die Reaktion der Börse bedeutet wohl, dass ich mit meiner starken Ausrichtung auf Aktien richtig liege. Von mir aus können die guten Zeiten bald kommen. Denn dann sollte es auch wieder mit meinem Depot aufwärts gehen. Zuletzt war der Anstieg meiner Aktien ins Stocken geraten. Aber ich zweifle deswegen nicht an meinen Investitionen – sie sollen sich schließlich langfristig lohnen. Und bislang ist nur meine jüngster Zukauf im Minus: Die Hugo-Boss-Aktie. Alle anderen Positionen sind im grünen Bereich.

Alle Musterdepots, ob konservativ, spekulativ oder ausgewogen, bewegen sich im Bereich äußerst bescheidener und zudem ungesicherter Renditen. Denn die Akteure begingen und begehen fatale Anfängerfehler, vom simplen Schönrechnen über nutzloses Abwarten bis hin zu trotzhaftem Hoffnungsdenken. Das bringt offensichtlich nichts ein, daran verdienen nur die Banken. Nun gut, nichts ist so unnütz, daß es nicht noch als schlechtes Beispiel dienen könnte. In diesem Sinne: Weiter so!

Geld arbeitet, die Erde ist eine Scheibe, 1+1=10E6 und die Kinder, die wir nicht haben, arbeiten es dann ab. Frau Leitel, Frau Schwarzer, Herr Wiebe - Sie haben's kapiert! Großartig, zukunftsträchtig, gamechanching. Dank und Gratulation, Wrtlbrnft






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