Anlagestrategie

Eine Woche im Zeichen der Euro-Krise

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Ob die große Rotation schon vorbei ist?

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Quelle: Jens Dietrich
Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Quelle: Jens Dietrich

Rotieren oder nicht rotieren, das ist hier die Frage. Gegen Ende letzten Jahres sagten viele Analysten voraus, dass die Investoren raus aus Anleihen und rein in Aktien "rotieren" würden, auf der Suche nach besseren Renditen. Eine Zeit lang schienen die steigenden Aktienkurse das ja auch zu bestätigen.

Frank Wiebe

  • Der Redakteur

    Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

  • Die Strategie

    Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

  • Die Regeln

    Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber bald meldeten sich auch schon skeptische Stimmungen, die die "große Rotation" entweder für ein Märchen erklärten oder die Meinung vertraten, es sei zu früh, diesen Trend wirklich festzustellen. Außerdem wurde die Ansicht geäußert, der wirkliche Trend sei der Wiedereinstieg der Privatanleger in den Markt. So sagte zum Beispiel Pimco-Chef Mohamed El-Erian, er beobachtete keine Bewegung von Anleihen zu Aktien, aber sehr wohl eine von Geldmarktfonds in Anleihen und Aktien.

Zu beachten ist in dem Zusammenhang auch, dass noch im Januar weltweit ein riesiges Volumen an Unternehmensanleihen begeben wurde. In den letzten Tagen schienen die Anleger dann deutlich von Aktien zurück zu sicheren Anleihen zu "rotieren", am Freitag sah es an der Börse dann wieder etwas freundlicher aus.

Zum Vergrößern bitte klicken.
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Die Frage stellt sich also, ob die große Rotation vielleicht nur eine kleine Rotation ist und im Grunde schon stattgefunden hat. Das wäre ein typischer Fall: Häufig sind Trends, wenn sie von den Experten verkündet werden, eigentlich schon gelaufen.

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Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

  • 11.02.2013, 10:52 UhrHopfen_und_Malz

    "Jessica Schwarzers Gewinne schmolzen dahin."
    Wie das so ist bei prozyklischem Investieren. Jetzt verstanden, warum nachlesen ohne selbstdenken schadet?

  • 11.02.2013, 08:40 UhrLife_is_good

    Was haben diese Beiträge mit dem Artikel zu tun?

    Ich frage mich immer noch, für was diese Depotrubrik gut sein soll. Es wird vermittelt, dass man als Anleger unbedingt aktiv mit einem Auge ständig auf den Markt schielend unterwegs sein muss. Wenn ich langfristig anlege, z.B. zur Altersvorsorge mit Zeithorizont 20-30 Jahre, dann muss ich mir dieses jeden Tag nachgucken, was Facebook oder die Commerzbank gemacht haben nicht antun. Ich kann dann einfach leben und mich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu wenden. Ansonsten werde ich ja zum Sklaven meines Geldes und richte meine Emotionen nach dem täglichen Auf und Ab der Kurse aus.

    Und für professionelle Trader oder institutionelle Anleger mit kurzfristigem Horizont ist die Vorgehensweise eher amateurhaft (isch hab da nen heissen Tip bekommen...).

    Liebe Leute, lebt eher Leben, denn es ist das einzige, was Ihr habt. Zeit und nur Zeit (nicht Gold etc) ist das wertvollste Gut auf Erden und unersetzbar.

  • 10.02.2013, 23:15 UhrGoldfreund

    @Eddie
    Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Wertspeicher, denn nur Gold und Silber erfüllen die MINDESTeigenschaften von Geld:
    fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln u. Papiergeld),
    ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen),
    selten und nicht beliebig vermehrbar (im Gegensatz zu Papiergeld = Scheingeld),
    leicht transportierbar (im Gegensatz zu Immobilien)
    und sogar auch noch steuerfrei erwerbbar (aber nur Gold).

    (Anonymes) Gold ist Freiheit von:
    Einkommensteuer
    Erbschaftssteuern
    Vermögenssteuern
    Zwangsanleihen
    Rentenkassen
    Solidaritätszuschlägen
    Ex-Ehepartnern
    Arbeitsagenturen
    Konkursverwaltern
    Gerichtsvollziehern

    Gold ist unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner Institution oder irgendeines Staates,
    schützt damit vor der entfesselten Luftgeldpumpe, wird weltweit akzeptiert; und und und....

    Gibt es denn auch nur einen Staat, der einen Tilgungsplan für die aufgetürmten Schulden hat?

    "Wenn der Staat Pleite geht, ist natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger" (Carl Fürstenberg, deutscher Bankier, 1850-1933)
    ( deswegen werden sie m.E. ja auch Staatsbürger genannt!)
    "Man muß wählen, ob man der Stabilität des Goldes oder der Ehrenhaftigkeit und Intelligenz der Regierungen vertraut.
    Bei allem Respekt vor diesen Herren - ich empfehle Gold"
    (George Bernard Shaw, 1856 - 1950)

    „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null!“ (Voltaire, französischer Philosoph)

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