
Manchmal treiben Nachrichten die Börse, aber manchmal bewegt sich die Börse auch einfach in eine Richtung und man sucht nachträglich eine Erklärung dafür. Ich glaube Aktien sind ein paar Wochen, vielleicht auch Monate lang, zu gut gelaufen. Deswegen ist es normal, dass die Kurse im Moment nachgeben.
Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.
Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
Als Gründe werden vor allem neue Sorgen um die Euro-Zone genannt. Aber was ist an diesen Sorgen wirklich neu? Dass Italien und Spanien Probleme haben, wussten wir die ganze Zeit. Klar, das Wiedererstarken der Berlusconi-Partei ist alles andere als lustig, wenn Europa irgendjemanden nicht gebrauchen kann, dann ihn.
Aber aus den USA kommen Signale, die damit nichts zu tun haben: Offenbar verkaufen hier Insider, als Manager und Eigentümer, relativ viele Aktien. Das ist oft der Vorlauf zu einem Einbruch der Kurse. Und der Grund ist wahrscheinlich, dass die Papiere einfach zu teuer geworden sind. Ich glaube, wir bewegen uns allmählich auf das Ende eines Börsenbooms zu.
Damit muss noch keine Trendwende in Sicht sein, aber wenn die Kurse ausgereizt sind, wird der Weg eben holpriger. In der letzten Zeit hatte die Börse sich schneller bewegt als die reale Wirtschaft. Sie ist vorausgelaufen - ein klassisches Muster - und kommt daher vielleicht auch eher an ihre Grenzen.

Wenn Sie bei 14000 im Dow nicht verkaufen -wann dann? Wenn er wieder auf 6800 einbricht,wie in 09?

"In der letzten Zeit hatte die Börse sich schneller bewegt als die reale Wirtschaft. Sie ist vorausgelaufen - ein klassisches Muster - und kommt daher vielleicht auch eher an ihre Grenzen."
Haha! Das ist dermaßen untertrieben, das es nur noch lächerlich klingt! Man sollte nicht vergessen, das der Kapitalmarkt bzw. das weltweite Kapitalvolumen min. das 40-fache der Realwirtschaft entspricht! Seit Super-Draghi wohl eher dem 50-fachen! Wer das nicht als problematisch ansieht hat keine Ahnung was Geld ist bzw. wie die Wirtschaft funktioniert! Es kann nur irgendwann wieder in einer Weltwirtschaftskrise enden! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche! Aber immer schön nach dem Motto: Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt!






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