
Wie werden die Aktien bis zum Ende des Jahres laufen? Die Frage hängt eng damit zusammen, wie die Anleihen sich entwickeln. Und da glauben die Analysten der Deutschen Bank, dass der Markt für Staatsanleihen in den USA im zweiten Halbjahr einen Ausstieg der Notenbank aus der Staatsfinanzierung vorwegnehmen wird.
Das heißt: Die Kurse sinken, die Renditen steigen auf ein Niveau irgendwo über zwei Prozent. Das könnte die Aktienbörse ziemlich in Bewegung setzen. Nur wie? Einerseits dürften manche Anleger aus Furcht vor Kursverlusten bei Anleihen umschichten in Aktien. Auf der anderen Seite sind steigende Zinsen meist Gift für die Börse. Vielleicht läuft es so: Es gibt kurz vor dem Zinsanstieg noch einen – aber dann den letzten – Schub für Aktien.
Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.
Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.
Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.
Wann die Notenbank dann tatsächlich aufhört, Staatsanleihen zu kaufen, ist die zweite Frage. Nach Schätzung der Deutschen Bank müsste die Rendite auf ein Niveau von rund drei Prozent steigen, damit der Markt wieder funktioniert, also private Investoren genügend Schuldtitel kaufen. Nach ihrer Ansicht wäre so eine Rendite im historischen Vergleich auch nicht allzu hoch und daher alles andere als eine Katastrophe.

Dahinter steht die Philosophie: Ein steigender Zins ist in Ordnung, wenn dafür die "richtigen" Gründe ausschlaggebend sind. Und "richtig" wäre eben: Die Konjunktur belebt sich, der Staatshaushalt stabilisiert sich, die Notenbank hört auf Geld zu drucken - anders gesagt, die Welt ist wieder in Ordnung.

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Die Notenbanken befinden sich längst in der Todesspirale aus der es kein entrinnen mehr gibt. Es ist müßig sich über solche Szenarien einen Kopf zu machen da es de facto unmöglich geworden hier noch einmal Heil davon zu kommen.

Wenn die Geldschöpfung zurück gefahren wird, platzen die Blasen - was sonst?
Das internationale Finanzsystem ist ein Schneeballsystem (Boston Consulting - die müssen es wissen). Den Letzten beißen die Hunde. Und das ist, wie immer, der Steuerzahler!
Welcome to the NWO!






4 Kommentare
Alle Kommentare lesen