Ob das auch für die im Zentrum der Finanzkrise stehenden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gilt, ist allerdings fraglich. Die Aktien der beiden Institute gehören seit Monaten zu den volatilsten Titeln an der US-Börse. In der vergangenen Woche ging es wieder einmal deutlich aufwärts, weil Analysten Optimismus schürten. So schrieb Bruce Harting von Lehman Brothers in einer Analyse, die Kapitalsituation bei Fannie Mae sei besser als gefürchtet. Auch von Citigroup und Merrill Lynch kamen positive Kommentare.
Fannie-Mae-Aktien stiegen daraufhin im Verlauf der vergangenen Woche von 5,19 auf 6,84 Dollar, die Aktien von Freddie Mac kletterten von 3,30 auf 4,51 Dollar. Seit Jahresanfang steht für beide Institute allerdings nach wie vor ein Minus von rund 80 Prozent zu Buche. Und so lange eine Verstaatlichung droht, ist ein neuer Rückschlag jederzeit zu befürchten.
Außerhalb des Finanzsektors lässt der Aktien-Seismograf aktuell vor allem bei Halbleiterwerten Bewegung erwarten. Mit Advanced Micro Devices, Micron, Nvidia und Rambus tauchen auf der aktuellen Beobachtungsliste gleich vier auffällige Titel aus diesem Segment auf. Der Intel-Konkurrent AMD meldete in der vergangenen Woche den Verkauf seines verlustreichen TV-Geschäftes. Die Börse reagierte positiv, weil der Konzern durch den Verkauf neue Liquidität bekommt. Die Mehrheit der Analysten senkt aber nach wie vor den Daumen über AMD, zum Kauf rät nur jeder vierte Experte.
Als einziges deutsches Unternehmen ist dem Computer in diesem Monat erneut der Düngemittelhersteller K+S aufgefallen. Der Konzern, der seit Monaten mit hohen Kursgewinnen auffällt, hatte zwar vergangene Woche Gerüchte zurückgewiesen, dass er ein weiteres Mal seine bereits mehrfach angehobene Prognose erhöhen wird. Dem Optimismus der Anleger tut das aber keinen Abbruch. Und auch Analysten sprechen dem Dax-Aufsteiger, dessen Aktienkurs sich seit Jahresanfang verdoppelt hat, eindeutig ihr Vertrauen aus Von 23 Empfehlungen für K+S lauten laut Bloomberg aktuell 21 auf "kaufen".





