Anlagestrategie

„Es wird unendliches Leid über Europa gebracht“

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Das nächste Jahr ist für Aktien gefährlich

Was bedeutet das für Aktien?

Die Schwellenländer, die Lieferanten von Rohstoffen, die Zulieferer der Investitionsgüter und Halbfertigprodukte werden weniger verkaufen. Die Folge sind schwächere Unternehmensgewinne und Druck auf die Gewinnmargen. Der Aktienmarkt quittiert das in der Regel mit Kursabschlägen.

Also sollten Anleger jetzt besser keine Aktien kaufen?

Aktien sind interessant, man muss langfristig welche haben. Aber ich gehe davon aus, dass die nächsten zwölf bis 18 Monate für Aktien sehr gefährlich werden. Aktuell notieren viele auf hohem Niveau. Da drohen Abstürze, vor allem im nächsten Jahr.

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Immer mehr Anleger erinnern sich an die Nifty-Fifty aus den frühen Siebzigerjahren und schwören wieder auf Blue Chips globaler Konzerne mit großer Preismacht, einer soliden Bilanz und sicheren Dividenden. Stimmt dieser Ansatz?

Die Strategie ist eigentlich richtig, aber sie schützt nicht vor großen Kursverlusten. Wir gehen von der alten Welt, die von großen Exzessen geprägt, aber eine sehr freie Welt war, in eine neue Welt, die dirigistisch und totalitärer wird. In diesem Umfeld werden sich Großkonzerne mit starken Marktstellungen und Produktionsanlagen in allen Ländern dieser Welt besser behaupten können. Sie haben Verhandlungsmacht auch gegenüber den Regierungen. Beim Übergang von der alten in die neue Welt ist der Besitz solcher Aktien eine kluge Idee. Das Problem ist, dass wir derzeit in einem Ausscheidungsrennen stecken.

Von 45 Aktienmärkten, die ich statistisch verfolge, weisen weniger als 30 Prozent einen steigenden 200-Tages-Durchschnitt auf. Nach einer einfachen, aber bewährten Regel, befinden sich also über 70 Prozent in einem Bärenmarkt. Und mit Blick auf einzelne Aktien ist das genauso. Immer weniger Aktien sind in einem Bullenmarkt. Am Schluss korrigieren dann auch die Henkels, Beiersdorfs, Coca-Colas und Apples dieser Welt – und zwar massiv. Auch solche Werte werden im Verlauf der kommenden zwölf Monate stark unter Druck kommen. Jetzt ist nicht die Zeit, um große Aktienbestände zu fahren. Ich erwarte aber, dass wir nächstes Jahr interessante Kaufmöglichkeiten bekommen werden.

Was halten Sie von japanischen Aktien?

Noch ist es zu früh, um nach Japan zu springen. Die Bank of Japan hat durch immense Geldschöpfung auf das Ende des Fiskaljahres hin den Yen nach unten geschoben. Als der Termin am 31. März vorbei war, hat sie damit wieder nachgelassen. Japan kommt jetzt in eine Zwickmühle. Bisher konnte Japan seine immense Staatsverschuldung von über 200 Prozent der Wirtschaftsleistung intern finanzieren.

Ende letzten Jahres war es damit vorbei. Dann sind die Chinesen eingesprungen. Sie haben japanische Staatsanleihen gekauft und gleichzeitig den Yen nach oben getrieben, um sich einen Konkurrenten im Export vom Leib zu halten. Das hat den Japanern nicht gepasst, deshalb sind sie eingesprungen und haben ihre eigene Währung wieder geschwächt. Aber die japanische Notenbank will noch keine dauerhaft schwache Währung.

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Von wegen freie Märkte: Die Politik mischt mehr und mehr mit - entweder direkt oder im Verborgenen, meistens allerdings wenig erfolgreich. Was Anleger beachten müssen und auf welche Aktien sie ausweichen können.

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Warum nicht?

Sie will, dass die Regierung Reformen und Liberalisierungen durchführt, die langfristig effizient sind. Aber die Regierung scheut sich davor und will, dass die Notenbank die Währung schwächt. Es muss also erst zu einer Verschärfung der Krise kommen, bevor die Wende in der Geldpolitik kommt. Dann wird die Notenbank mehr eigene Staatsanleihen kaufen und so den Yen schwächen. Die Japaner selbst werden dann von Anleihen in Aktien umsteigen. Und das Ausland könnte auf diesen Zug aufspringen. Das alles kann sich im Laufe des nächsten Jahres vollziehen.

Können eine Flucht aus Anleihen und höhere Zinsen Japan in die Pleite treiben?

Das wird verzögert, indem die Notenbank als großer Käufer und Staatsfinanzier einspringt. Die Bilanz der Zentralbank wird sich dann weiter massiv ausweiten, so wie es auch in Amerika und Europa passieren wird.

Wann endet das Spiel?

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Ich weiß nur, dass es eines Tages Währungsreformen geben wird. Um auf die vorbereitet zu sein, sollte jeder Anleger etwas Gold besitzen.

105 Kommentare

Alle Kommentare lesen
  • 25.10.2012, 16:58 Uhrhallowach

    kaufen sie sich auf dem Schwarzmarkt in Berlin eine Walther PPK

  • 25.10.2012, 16:49 Uhrhallowach

    alfred sie sind ein unbelehrbarer Nachplapperer.
    Scheitert der Euro dann scheitert Europa.

    Schön wiedergekeut von Mutti.

    Zur Info, der Euro ist lediglich eine Währung, mehr nicht.
    Europa gibt es seit einigen Hundert Jahren und Europa ging es ohne die Zwangsjacke deutlich besser.
    Auch das Märchen vom tollen Export und der Stabilität des Euros ist völliger Quatsch und wird nur von den Euro-Faschisten immer wiederholt.

    Der Euro hat über 60% an Wert verloren, oder warum bezahlen sie für jeden Mist soviel. Wann haben sie das letzte Mal ein Bier in der Kneipe bestellt, oder getankt?

    Zurück zum Europa der Nnationalstaaten, zurück zur EWG.

    Alles andere ist diktatorischer Blödsinn.

  • 25.10.2012, 16:26 Uhrhallowach

    Die sogenannte Deutsch/Französische Freundschaft gab es noch nie, eher passt der Begriff meines Opas..

    der Erzfeind!

    Seit Jahrhunderten versuchen die Franzosen auf Kosten der Deutschen, damals noch die einzelnen Königreiche, sich ein gutes Leben zu genehmigen.

    Erst Bismarck hatte die Sache beendet!

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