Anlagestrategie

Gute Vorsätze für das Portemonnaie

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Viele Ausgaben sind vermeidbar

Ihre Formel für einen guten Umgang mit Geld erscheint einfach: Man darf sich weder der Verschwendung hingeben noch übermäßig geizig sein. Einen ähnlichen Rat gibt auch der Finanzcoach und Vermögensberater Antonio Sommese: „Man sollte sich keine übertriebenen Sorgen ums Geld machen, aber man darf auch nicht träge sein und sich gar nicht kümmern.“

Petra Bock zum Umgang mit Geld

  • Was ist ein gutes Verhältnis zu Geld?

    „Ein gutes Verhältnis zu Geld hat, wer entspannt und offen mit Geld umgeht und klare Entscheidungen trifft.“

  • Wie erreicht man ein solches Verhältnis?

    „Für viele geht es darum, sich von kindlichen Mustern der Selbstverausgabung (Verschwendung und die Hoffnung, von anderen versorgt zu werden) oder der übermäßigen Kontrolle (Geiz) zu lösen und balanciert und erwachsen damit umzugehen.“

  • Welche Ängste sind mit Geld verbunden?

    „Auf der einen Seite eine Angst, die zu Tabuisierung und Verschwendung oder übermäßigem Geiz sich selbst und anderen gegenüber führt. Wenn Sie sich nicht trauen, Ihren Kontostand regelmäßig zu checken, werden Sie wahrscheinlich zum Ersten neigen. Wenn Sie sich keinerlei Ausgaben erlauben, die nicht unbedingt nötig sind, zum Zweiten. Beides sind geheime Angstbewältigungsstrategien.

  • Wie entstehen Ängste im Umgang mit Geld?

    „Ängste können aus verschiedenen Überzeugungen heraus entstehen: Zum Beispiel der Überzeugung, nicht gut genug zu sein oder es nicht verdient zu haben, finanziell klar und erfolgreich zu sein. Oder der Angst, dass die Welt schlecht ist und sowieso kurz vor dem Untergang steht und man deswegen horten muss wie ein Eichhörnchen vor dem nächsten harten Winter.“

  • Wie kann man solche Ängste überwinden?

    „Die Dinge ändern sich, wenn wir unsere offene und entspannte Aufmerksamkeit darauf richten. Deshalb ist es so wichtig, sich in guter Stimmung regelmäßig mit Geld zu beschäftigen. Es führt zu automatischen Lernschritten und zu steigender Kompetenz in Gelddingen. Sie werden anfangen, sich dafür zu interessieren und dann bleiben die Erfolge nicht aus.“

  • Petra Bock

    Dr. Petra Bock ist Autorin, Coach und Managementberaterin. Sie hat unter anderen die Bücher „Nimm das Geld und freu dich dran: Wie Sie ein gutes Verhältnis zu Geld bekommen“ und „Mindfuck - Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können“ geschrieben.

Am Anfang jeder Finanzplanung steht die Frage, wie hoch die regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben sind: Wie viel Geld fließt monatlich aufs Konto und wie viel geht davon automatisch wieder ab – beispielsweise für die Miete oder Versicherungen. „Sehr hilfreich ist es ein Haushaltsbuch zu führen“, sagt Corina Lechner. „Man muss darin nicht auflisten, wie viel man für ein einzelnes Brot oder Shampoo ausgibt, aber man sollte einen Überblick haben, wie viel Geld man monatlich braucht und in welchen Bereichen die Ausgaben besonders hoch sind.“ Dafür ist es sinnvoll unterschiedliche Kategorien zu bilden, beispielsweise Ernährung, Körperpflege, Versicherung und so weiter.

Nur wer weiß, welche Ausgaben das Geld auffressen, kann etwas ändern. „Der Tipp, ein Haushaltsbuch zu führen, wirkt schon sehr disziplinierend, aber es hilft“, sagt auch Sommese. Zumindest einen Monat lang solle das jeder machen, denn die Ergebnisse können durchaus überraschend sein.

Ein typisches Problem sei Überversicherung. Wer keine Familie habe, brauche auch keine Lebensversicherung, deren Zweck es ist, die Hinterbliebenen im Todesfall abzusichern. Auch Unfall- oder Rechtschutzversicherungen seien nicht zwingend erforderlich. „Zuerst muss man das Existenzielle absichern, man braucht also eine Haftpflichtversicherung“, sagt der Finanzcoach. Sinnvoll sei auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

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„Wer genau hinschaut, findet immer Ausgaben, die vermeidbar sind: Mitgliedschaften in Vereinen, übermäßige Spritkosten, teure Handy- oder Strom-Tarife oder Gebühren für das Girokonto – reicht nicht auch das kostenlose Konto bei einer Direktbank?“, sagt Sommese. Die größte Schuldenfalle sind aber Ratenzahlung und Kleinkredite.

„Hier mal 20 Euro im Monat, da mal 30 – das klingt nicht viel, aber es läppert sich“, sagt Lechner. Und ein solches Finanzierungskonstrukt gerate schnell ins Wanken, wenn unvorhergesehen Rechnungen dazukommen oder Einnahmen wegfallen. „Sich auf alte Tugenden besinnen“, empfiehlt Sommese: „Nur Geld ausgeben, das man auch hat und als Angestellter stets zwei bis drei Nettogehälter für unvorhergesehene Ausgaben frei verfügbar halten.“

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  • 11.01.2013, 16:05 Uhr

    Nun, die Begründung ist schnell gefunden:

    WIR HABEN EINE INFLATION VON ETWA 8 %, daher bleibt am Ende des Geldes noch soviel Monat!

    Nachdem wir durch die Währungsreform 2002 ohne Grund und Not schon um die Hälfte unseres Geldes enteignet worden sind, folgt jetzt die Inflationsspirale, und der Goldman-Sachs-Heini läßt zur Not einfach die Druckerpresse noch schneller laufen - echt clever der Kerl, so hilft er seinem Stammesbruder, und das für ganz kleine Zinsen!

  • 11.01.2013, 16:58 Uhr

    Die überwiegende Mehrheit der gemeinen Steuerzahler hat dieses Grundwissen als Selbstverständlichkeit im Kopf und lebt danach.

    Doch wer bringt das unseren Staatenlenkern bei??

    Der kleine Strich vor der Zahl in der Bilanz heisst nicht "Bis dahin darfst Du noch Geld ausgeben" sonder der heisst "Das Geld must Du noch bezahlen, bis Du grade KEIN Geld mehr hast."

    Wer bringt das unseren Politikern bei?



  • 11.01.2013, 17:03 Uhr

    Nicht unwichtig: § 12 II SGB (Arbeitslosengeld II)

    "(2) Vom Vermögen sind abzusetzen

    1. ein Grundfreibetrag in Höhe von 200 Euro je vollendetem Lebensjahr des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seines Partners, mindestens aber jeweils 4 100 Euro; der Grundfreibetrag darf für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seinen Partner jeweils 13 000 Euro nicht übersteigen (...)"

    Vielleicht bei der Vermögensplanung als abhängig Beschäftigter auch das Arbeitslosigkeitsrisiko einbeziehen.

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