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Diskussion: Kommentare zu: Rein ins Risiko!

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online
Ausrufezeichen

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  • 05.02.2013, 11:26 UhrZinseszins

    Das liest sich, als wenn die Anleger und vor allem die institutionellen "gezwungen" sind Aktien zu kaufen um zum wiederholten Male den gleichen Ritt auf dem Parkett zu folgen, der schon mehrfach an Überhitzung zugrunde gegangen ist. Alle wußten, das der Bondmarkt niemals preiswert war, das der Zins für geliehenes Geld der Koks war, der geschnupft wurde und das Aktien seit ihre Existenz "Teufelszeug" sind! Sicher ist, der Markt findet sein Gleichgewicht. Das ist nur eine Frage der Zeit! Und die Supernova am Bondmarkt, wie Bill Gross es sagt, wird nicht nur den Bondmarkt treffen, sondern alle Finanz-instrumente...auch die vermeintlich unterbewerteten Aktien! Die sind nur deswegen "billig" weil das Geld nichts kostet, was man für sie ausgeben muß! Und mit der Supernova am Bondmarkt wird es weitere Supernove geben, die sich auf die Wirtschaft und die Politik und nicht zuletzt auf jede nur denkbare Konstellation am Devisen-
    markt beziehen werden. Der Euro wird genauso infrage gestellt, wie auch der Dollar oder andere Währungen. Philosophisch betrachtet hatte ja schon Goethe eine Vermutung zum Thema Aktion/Reaktion. Die lautete: "Die Geister die ich rief, die werd ich nun nicht los" . Dieses trifft durchaus auch auf die heutige Gemengelage zu, wenn auch nur im übertragenen Sinne und nichts wird diese Sache aufhalten.

    • 05.02.2013, 11:56 UhrPhilosoph

      Gute Zusammenfassung!

      Sehe ich ähnlich! Wenn die Zinsen steigen sollten, werden Aktien uninteressant (Unternehmen haben höhere Zinskosten, machen weniger Gewinn). Gleichzeitig werden noch die Zinskosten für die Aktiengeschäfte auf Pump höher... - und schon "...fließt das Blut in den Straßen..." (auf den Aktienmarkt bezogen).

  • 05.02.2013, 11:31 UhrHarryHaller

    Wurden die Karten nicht spätestens seit September 2008 bei der Insolvenz von Lehman offengelegt? Das ist doch purer Wahnsinn, was hier verkündet wird.
    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." - Albert Einstein

  • 05.02.2013, 12:02 UhrSo_nicht

    "Bereits vor zwei Jahren sagte er die Umschichtung von Anleihen in Aktien voraus."

    Bereits vor zwei Jahren? Das sind im Anlageuniversum Jahrhunderte!
    Besser gesagt: Die Voraussage von Hartnett war Mist.
    Und auch der Rat, auf dem Höhepunkt einer liquiditätsgetriebenen Hausse in Aktien zu investieren, wirft kein sonderlich gutes Licht auf die sogenannten "Experten". Übrigens auch nicht auf's HB, das solche gefährlichen Ratschläge unkritisch publiziert.

  • 05.02.2013, 12:28 UhrThailueng

    ".....Wer kein Geld verlieren will, muss raus aus sicheren Anleihen, rein ins Risiko......"
    Dann verliert er oder sie halt eben ALLES!!
    Richtig, der hat dann bereits seinen Verstand verloren, und höchstwahrscheinlich Haus und Hof auch gleich verjubelt, wenn er oder sie denn Haus und Hof hatte.
    Seit wann verliert man denn Geld in sicheren Anleihen? Ja, der WERT des GELDES verliert, aber DAS GELD an sich doch nicht, oder??? Nur mit Risiko machen wir richtig Gewinn?? Es gefällt wohl den Herren Bangster und Zocker nicht so richtig, daß zumindest das "Fußvolk" noch weiß, wie man den Wertverfall des Geldes am meisten mindert. Na, dann noch viel Spaß mit Zertifikaten und schön in Holz und Kautschuk investieren, bringt ja 8 % bis 12 % ??
    8 % Brennholz und 12 % Gummi....

  • 05.02.2013, 13:12 UhrVICTOR_KRUGER

    Jedem sollte die Stoßrichtung der Notenbanken
    klar sein - Schuldenabbau durch Vernichtung
    der Guthaben.

    Diabolische Abgründe tun sich auf!

  • 05.02.2013, 13:34 UhrJennerwein

    Es gibt keine risikofreien Anlagen!

    Haben wir gesehen bei span. und argent. Staatsanleihen. Spanien ist Weltrekordhalter für Staatsinsolvenzen, verfolgt von Argentinien.
    Rentenmarkt=Armenhausmarkt: Leute die ihr Geld eigentlich selber brauchen leihen es Leuten die eigentlich insolvent sind, und hoffen auf Rückzahlung!
    Alles über 0% Zins ist die Zitterprämie! Weil Staaten prinzipiell nicht wirtschaftlich agieren können.

    Jetzt werden die Staaten die Spargelder der eigenen Bürger kalt entwerten qua Inflation. Alle die in Geldanlagen gefangen sind haben verloren. Auch kapitalgedeckte Altersvorsorgeprogramme sind betroffen!

    Jetzt hilft nur noch Kant: "...wenn die erprobten Shemata nicht mehr funktionieren, hilft nur noch selberdenken..."

    Also selber Anlagen analysieren und nicht auf Leute vertrauen die nicht die Interessen der investierenden Bürger vertreten.

  • 05.02.2013, 15:03 Uhrazaziel

    Es gibt aus der Staatsschuldenkrise keinen Ausweg mehr. Wenn private Anleger aus der Staatsfinanzierung aussteigen, ergeben sich folgende Probleme: 1) Die Zentralbanken muessten noch mehr Geld drucken um private Anleger zu ersetzen und Zinsen niedrig zu halten. Dieser Prozess laesst sich seit geraumer Zeit beobachten. 2) Wo soll eigentlich das Geld hinfliessen was man aus dem Verkauf von Staatsanleihen erloest? Die Aktien- Rohstoff- und Immobilienmaerkte koennen das gar nicht alles aufnehmen. Und die Schwellenlaender auch nicht. Trotzdem werden die Mitttel in diese Richtung fliessen. Auch das koennen wir bereits beobachten, aber noch nicht in dem Masse, wie von vielen Beobachtern erwartet.

    Insbesondere steigende Rohstoffpreise werden die Inflation anfachen. Es ist ein Irrglaube, wir koennten keine Inflation haben, weil die Nachfrage gering ist. Kein Unternehmer kann dauerhaft seine Produkte unter Kosten anbieten. Er passt zunaechst seine Produktion der sinkenden Nachfrage an und stellt sie schliesslich ganz ein. Sinkende Produktion bei gleichzeitiger Geldvermehrung wird die Inflation zum Galoppieren bringen.

    Dabei steigert die sinkende Produktion und das damit sinkende reale Steuereinkommen die Notwendigkeit zu weiterem Gelddrucken nur noch weiter. Einmal damit begonnen, kann man mit dem Gelddrucken nicht mehr aufhoeren. Das geht solange, bis das Geld seine wesentlichen Funktionen fuehrt und damit die Guetermaerkte zum Erliegn bringt.

    Ob man den Gang der Dinge mit “finanzieller Repression” aufhalten kann ist hoechst fragwuerdig. Man muesste praktisch die Marktwirtschaft abschaffen. Tendenzen hierfuer lassen sich ebenfalls bereits beobachten, wie beispielsweise die Verpflichtung finanzieller Institutione,n Staatsanleihen zu kaufen, oder die Aushebelung der Glaeubigerhaftung. Es wird weiter gehen mit Devisenkontrollen, Verbot von Edelmetallbesitz, Zwangsanleihen, Mietstopp und vielen anderen Mitteln. Die Zahl der bekannten und in der Vergangenheit schon angewendet

    • 05.02.2013, 15:28 Uhrazaziel

      ... angewendeten Instrumente ist gross.

      Sollte es zum ganz grossen Crash kommmen, verlieren wir damit wahrscheinlich auch unsere Wirtschaftsordnung, unsere Demokratie und unsere Freiheit.

    • 05.02.2013, 19:08 UhrPipapo

      Welche Demokratie ? Welche Freiheit ?

      Wurden Sie gefragt, als die jeweiligen Regierungschefs der Nachkriegszeit die Schulden aufgenommen haben ?
      Wurden Sie gefragt, als der Euro eingeführt wurde ?
      Hatten Sie bei überhaupt mal bei was ein Mitspracherecht ? Bei was ?

      Was würde passieren, wenn es knallt ?
      Dann wird Frau Merkel ( oder wer auch dann am Ruder ist) die Augen nach oben verdrehen und sagen: "Hach, die bösen Griechen, und hach, Trichet und Draghi. Die haben einfach zuviel Geld gedruckt. Wir haben ja den Weidmann geschickt, aber der konnte sich da nie durchsetzen."
      ( So wie Peer die Augen nach oben verdreht und "Hach, die bösen Banken" sagt, wenn er kaschieren will, daß er nicht den Mumm gehabt hat "Nein" zu sagen.)

      Dann wird man vielleicht ein Kozessiönchen machen, den ESM abwerfen oder so. Aber die Parteiokratie bleibt unangetastet. Die Bürger werden enteignet, aber die, die uns das eingebrockt haben, regieren weiter.

      Was letztendlich vielleicht keine gute - aber nicht mal die allerschlechteste Variante ist. Denn man hört ja, daß Regierende bei innenpolitischen Problemen auch schon zu außenpolitischer Eskalation bis hin zum Krieg gegriffen haben, um an der Macht zu bleiben.
      Aber da wir ja notfalls die Eu-Strukturen doch noch zum Sündenbock machen können, bleibt uns das wahrscheinlich wenigstens erspart.

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