
Mit zunehmendem Alter verändern sich oftmals unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten. Das Gleiche trifft auf Volkswirtschaften zu, die mit ihrer Bevölkerung wachsen oder schrumpfen und sich verändern. Kurzfristige Statistiken, die sich auf die Wachstumsrate der Volkswirtschaft eines Landes auswirken, wie zum Beispiel Konsumausgaben, Exporte und Ähnliches sind wichtig, doch auch die langfristigen demographischen Veränderungen beeinflussen die künftige Konjunkturlage maßgeblich. Als langfristiger Investor muss ich mir nicht nur die heutigen Anlagechancen ansehen, sondern auch für die Entwicklungen von morgen planen.
In vielen Teilen der Welt nimmt die Anzahl der Rentner und Pensionäre zu, weil die Lebenserwartung gestiegen ist und die erwerbstätige Bevölkerung schrumpft. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa treten die Legionen der Babyboomer, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, das Rentenalter an. In den USA macht diese Generation fast ein Drittel aus, und täglich feiern rund 10.000 von ihnen ihren 65. Geburtstag.
„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)
„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)
„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)
„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)
„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)
„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)
„Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge.“ (01.03.2012)
„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)
„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)
„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)
„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“
„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“
„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)
Das bedeutet, es dürfte künftig eine schwerere Last auf den Schultern weniger jüngerer Arbeitnehmer ruhen. Ähnlich verhält es sich heute in der Europäischen Union (EU): Auf vier Berufstätige (im Alter zwischen 15 und 64 Jahre) entfällt ein nicht Erwerbstätiger. Das Statistische Amt der Europäischen Union geht davon aus, dass 2060 das Verhältnis auf 2:1 gefallen ist.
Staaten mit älteren Bevölkerungsschichten benötigen in der Regel verstärkt soziale Dienste, inklusive Gesundheitswesen. Auch das Konsumverhalten dürfte sich ändern, was die besonderen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe widerspiegelt. Die demografischen Kennzahlen weniger Arbeitnehmer sowie einer alternden Bevölkerung können zu einem Rückgang des wirtschaftlichen Wachstums führen, aber einige Volkswirtschaften werden sich tatsächlich mit der gegenteiligen Dynamik auseinandersetzen. Während sich einige Nationen damit schwer tun, die älteren Bevölkerungskreise zu versorgen, müssen andere mit einer hohen Anzahl junger Arbeitnehmer zurechtkommen. Dies führt potenziell zu interessanten langfristigen weltweiten Wachstumsveränderungen und Wirtschaftsentwicklungen.

Bei aller Skepsis gegenüber den etablierten Wirtschaftsregionen sollte sich Herr Mobius aber zumindest über die für seine Anlagestrategie positive Rolle des Euro freuen. Durch den Euro werden aus entwickelten Volkswirtschaften wieder Schwellenländer, was seinen Fonds viele neue Investitionsmöglichkeiten eröffnet.

der deutsche Steuerzahler erwartet auch keine "Rettung" Griechenlands auf seine Kosten, aber er wird nicht gefragt

@easyway: "Wenn er Milliarden aus Griechenland abzieht..."
Wenn er die GR-Bonds verkauft, muss es jemanden geben, der sie kauft. Die Bonds wechseln also nur ihren Besitzer. Warum wird dadurch das Leben tausender Menschen beeinflusst?
Kritisch wird es, wenn ein Land Anleihen nur noch zu hohen Zinsen am Markt platzieren kann, weil sich sonst keine Käufer finden. Dies liegt in erster Linie daran, dass ein Land sein Haushaltsdefizit nicht in den Griff bekommt und/oder eine schlechte wirtschaftliche Perspektive hat. Die Investoren kaufen diese Bonds dann nur noch, wenn sie eine angemessene Rendite als Ausgleich für das höhere Ausfallrisiko bekommen.
Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen. Investoren sind ja nicht nur dubiose Hedgedfonds, sondern Versicherungen, Pensionsfonds, Banken und nicht zuletzt private Anleger.
Dass sich aus der Abwertung durch die Ratingagenturen eine Abwärtsspirale entwickeln kann, ist ein anderes Thema. Die Frage ist, warum es die Euro-Länder bisher nicht geschafft haben, mindestens eine große europäische Agentur auf die Beine zu stellen. Sie könnte ja in der Schweiz beheimatet sein, um Neutralität zu gewährleisten.






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