Anlagestrategie

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Mark Mobius: Unterschätzen Sie die jungen Märkte nicht!

Er gilt als Pionier, wenn es darum geht, in den aufstrebenden Schwellenländern anzulegen. Welche Trends Fondsmanager Mark Mobius jetzt sieht und wie Anleger darauf setzen können.

Mark Mobius, Vorsitzender der Templeton Emerging Markets Gruppe bei Franklin Templeton Investments.
Mark Mobius, Vorsitzender der Templeton Emerging Markets Gruppe bei Franklin Templeton Investments.

Mit zunehmendem Alter verändern sich oftmals unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten. Das Gleiche trifft auf Volkswirtschaften zu, die mit ihrer Bevölkerung wachsen oder schrumpfen und sich verändern. Kurzfristige Statistiken, die sich auf die Wachstumsrate der Volkswirtschaft eines Landes auswirken, wie zum Beispiel Konsumausgaben, Exporte und Ähnliches sind wichtig, doch auch die langfristigen demographischen Veränderungen beeinflussen die künftige Konjunkturlage maßgeblich. Als langfristiger Investor muss ich mir nicht nur die heutigen Anlagechancen ansehen, sondern auch für die Entwicklungen von morgen planen.

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In vielen Teilen der Welt nimmt die Anzahl der Rentner und Pensionäre zu, weil die Lebenserwartung gestiegen ist und die erwerbstätige Bevölkerung schrumpft. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa treten die Legionen der Babyboomer, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, das Rentenalter an. In den USA macht diese Generation fast ein Drittel aus, und täglich feiern rund 10.000 von ihnen ihren 65. Geburtstag.

Die Prognosen der Finanzprofis

  • George Soros, Investor

    „Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

  • Marc Faber, Investor

    „Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

  • Bill Gross, Fondsmanager

    „Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

  • Felix Zulauf, Vermögensverwalter

    „Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

  • Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

    „Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

  • Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

    „Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

  • Warren Buffett, Investor

    Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

  • Nouriel Roubini, Ökonom

    „Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

  • Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

    „Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

  • Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

    „Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

  • Barry Knapp, Barclays

    „Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

  • Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

    „Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

  • Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

    „Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Das bedeutet, es dürfte künftig eine schwerere Last auf den Schultern weniger jüngerer Arbeitnehmer ruhen. Ähnlich verhält es sich heute in der Europäischen Union (EU): Auf vier Berufstätige (im Alter zwischen 15 und 64 Jahre) entfällt ein nicht Erwerbstätiger. Das Statistische Amt der Europäischen Union geht davon aus, dass 2060 das Verhältnis auf 2:1 gefallen ist.

Staaten mit älteren Bevölkerungsschichten benötigen in der Regel verstärkt soziale Dienste, inklusive Gesundheitswesen. Auch das Konsumverhalten dürfte sich ändern, was die besonderen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe widerspiegelt. Die demografischen Kennzahlen weniger Arbeitnehmer sowie einer alternden Bevölkerung können zu einem Rückgang des wirtschaftlichen Wachstums führen, aber einige Volkswirtschaften werden sich tatsächlich mit der gegenteiligen Dynamik auseinandersetzen. Während sich einige Nationen damit schwer tun, die älteren Bevölkerungskreise zu versorgen, müssen andere mit einer hohen Anzahl junger Arbeitnehmer zurechtkommen. Dies führt potenziell zu interessanten langfristigen weltweiten Wachstumsveränderungen und Wirtschaftsentwicklungen.

  • 23.12.2012, 10:12 Uhreasyway

    Beobachten wir einen Trader, der einen Rentenfond verwaltet. Wenn er Milliarden aus Griechenland abzieht und nach England transferiert, weil das eine bessere Rendite verspricht, so tut er das mit einem einfachen Mausklick. Er verändert dadurch das Leben von tausenden Menschen, die dadurch ihr Internehmen, ihre Arbeit, ihr Brot verlieren. Hier besteht eine Hegemonie des Immateriellen über das Materielle.

    Mit der "Aktienkultur" hat sich also ein sozialdarwinistisches Wertegefälle eingeschlichen, eine technisierte Form des Kannibalismus, eine Dschungelkultur; der Trader meint natürlich, es sei sein gutes Recht und die Speise möge sich nicht beklagen, wenn sie ausgeweidet wird, weil ihm das ungute Gefühle bereite, doch im Dschungel muß der Kannibale eben auch damit leben, daß die Nahrung Widerstand leistet, den Trader eliminiert, bevor der ihn beseitigt.

    Übermenschen sind Untermenschen, die ihr Recht aufs Menschsein verwirkt haben.
    Und schließlich ist nicht der, der zuerst zu den Waffen greift, Urheber des Krieges, sondern der, der andere dazu zwingt. Ein Recht auf Ruhe hat der Trader nicht.

  • 23.12.2012, 11:28 UhrModernArt

    Sind diese "Trends" wirklich toll ? Ist es ein Trend zu sagen, USA,Deutschland etc. überaltern ... die reichen Babyboomergenerationen sind alt und satt (aber vermögend) ... und sollen nun das Geld in Schwellenländern anlegen, da hier wirkliches Wachstum stattfindet ?

    Also ... Geld abziehen ... nach mir die Sinnflut denken ... und schön irgendwo Geld verdienen. Zu sehen, wo in den "alten Märkten" die Industrien schwinden, da es ja in den Schwellenländern noch billiger geht ?

    Also denken .... ist doch egal, wo die Menschen in meinem Umfeld leben und arbeiten ... mögen doch ihre Jobs den Bach runtergehen ... also schön behütet hier leben, aber sein Geld in Schwellenländern arbeiten lassen. Was interessiert schon die "eigene Volkswirtschaft" in seinem Lebensumfeld ?

    Interessiert die überhaupt noch jemanden ... ist die wirklich spannende Frage ... ?

  • 23.12.2012, 11:50 UhrAlexanderBerg

    In Ermangelung real wirksamer Organisationsstrukturen, führt jeder weitere Versuch, der sich anspannenden Lage durch neue Märkte Herr zu werden, zu weiterer Komplexität in den gesellschaftswichtigen Systemstrukturen, die dann wiederum mit viel Aufwand am Leben gehalten werden müssen und der Mensch dabei mehr und mehr auf der Strecke bleibt.

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